Stellungnahme
Repower empfiehlt Inder als Käufer

Im Übernahmegefecht um den Hamburger Windanlagen- Hersteller Repower haben Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären des Unternehmens empfohlen, das Angebot der indischen Suzlon-Gruppe anzunehmen. Den Ausschlag für die Empfehlung gab letztendlich ein höherer Kaufpreis.

dpa / Reuters HAMBURG. Die Unternehmensgremien begründeten am gestrigen Dienstag die Empfehlung in einer gesetzlich vorgeschriebenen Stellungnahme auf ihrer Internetseite mit dem höheren Kaufpreis, den Suzlon biete. Der indische Mittelständler Tulsi Tanti hatte die erste Offerte des französischen Staatskonzerns Areva von 105 Euro je Aktie um 21 Euro überboten.

Bereits zuvor hatten Vorstand und Aufsichtsrat das konkurrierende Angebot von Areva beurteilt. Bei beiden Unternehmen kamen die Gremien zu dem Ergebnis, dass sich die Firma Repower nach einer Übernahme positiv weiter entwickeln könne, frisches Kapital und Perspektiven erhalte und keine negativen Auswirkungen auf Standorte und Arbeitsplätze damit verbunden wären. Suzlon sei ein „geeigneter strategischer Partner für das beschleunigte Wachstum der internationalen Windkraftindustrie“, erklärte Repower. Für das Areva-Angebot gaben Vorstand und Aufsichtsrat keine Verkaufsempfehlung ab, da bereits das höhere Angebot von Suzlon vorlag. Auch der Gesamtbetriebsrat begrüßte beide Angebote.

Areva hat nun bis zum 20. April Zeit, um ein höheres Angebot zu unterbreiten. Für beide Bewerber liegen mittlerweile die notwendigen kartellrechtlichen Genehmigungen vor.

Repower Systems hat im vergangenen Geschäftsjahr die Gewinnzone erreicht. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 12,2 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von minus 4,3 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Bei einer Gesamtleistung von 461,5 (Vorjahr: 335,1) Millionen Euro verbesserte sich das Nettoergebnis (nach Steuern) von minus 6,8 Millionen auf 7,1 Millionen Euro. Repower habe 263 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 492,0 Megawatt installiert oder geliefert, das sind 34,4 Prozent mehr als im Jahr davor.

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