Steueränderungen dürften Gewinn drücken
IWKA verdient nur mit Robotern richtig Geld

Nur das Geschäft mit Robotern und Schweißanlagen für die Automobilindustrie hat den Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer IWKA im ersten Halbjahr in Schwung gehalten. Wegen der Einbußen der anderen drei Sparten werden Umsatz und operatives Ergebnis nach Einschätzung von IWKA im Gesamtjahr 2003 aber stagnieren.

Reuters KARLSRUHE. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei in den ersten sechs Monaten wegen der Zuwächse in der Anlagentechnik auf 29,0 (Vorjahr 22,6) Mill. € gestiegen. „Nach den ersten sechs Monaten liegt IWKA auf Kurs“, teilte der aus 100 Tochterfirmen bestehende Konzern am Dienstag mit. „Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr können wir für das Gesamtjahr von einem operativen Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres ausgehen.“ In der Anlagentechnik verdiente IWKA operativ allein 31,6 Mill. €, die Produktions- und die Prozesstechnik schrieben dagegen weiterhin rote Zahlen.

Der Halbjahres-Überschuss lag im Konzern bei 5,2 (3,7) Mill. €. Der Konzernumsatz stieg bis Ende Juni um 2,7 Prozent auf 1,05 Mrd. €, der Auftragseingang um 4,1 Prozent auf 1,25 Mrd. €. Ob die erhaltenen Orders am Jahresende noch das Vorjahresniveau erreichten, hänge von der Konjunktur und der Entwicklung der Wechselkurse ab, dämpfte IWKA die Erwartungen. Auf der Hauptversammlung war Vorstandschef Hans Fahr Anfang Juli von einem Auftragseingang leicht unter dem Wert des Jahres 2002 ausgegangen. Die vorliegenden Aufträge im Wert von 1,287 Mrd. € reichten aus, IWKA sieben Monate lang auszulasten. Der Umsatz werde mit 2,3 Mrd. € 2003 aber auf jeden Fall stabil bleiben.

IWKA bekräftigte die Warnung, dass die Steueränderungen für Unternehmen den Gewinn unter dem Strich unter die 22,5 Mill. € drücken dürften, die der Konzern 2002 verdient hatte. Die weggefallene Körperschaftssteuer-Ermäßigung bei Ausschüttungen koste die IWKA 3,1 Mill. €, hatte Fahr vor den Aktionären gesagt.

Mit steigenden Umsätzen rechnet IWKA nur noch in der von der Augsburger Roboter-Tochter Kuka geführten Sparte Anlagentechnik, die von DaimlerChrysler weitere Aufträge für die E- und die M-Klasse erhielt. Der Konzern leidet seit Jahren unter der starken Abhängigkeit des Ergebnisses vom Roboterbau. Fahr hält allerdings an allen vier Bereichen fest. Durch die Struktur könne IWKA flexibel auf unterschiedliche Marktentwicklungen reagieren.

In der Produktionstechnik werden 2003 stagnierende Umsätze erwartet, in der Produktions- und der Verpackungstechnik rechnet IWKA mit geringeren Umsätzen als 2002. Im ersten Halbjahr brach der Umsatz mit Maschinen zur Verpackung von Nahrungsmitteln und Getränken um 17 Prozent ein, das operative Ergebnis schmolz auf 0,4 (1,8) Mill. € zusammen. Die Prozesstechnik verbuchte bei leicht sinkenden Umsätzen 2,5 (minus 3,0) Mill. € Verlust, dort wurden zuletzt auch Stellen abgebaut. Auch in der Produktionstechnik schrieb IWKA trotz steigender Umsätze mit 5,1 (minus 5,5) Mill. € weiter rote Zahlen.

Die im MDax notierte IWKA-Aktie legte 2,58 Prozent auf 11,91 € zu.

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