Steuererhöhungen belasten Konsum
BAT will wieder Stellen in Deutschland streichen

Der zweitgrößte Zigarettenhersteller Deutschlands British American Tobacco (BAT), Hamburg, will an seinem deutschen Produktionsstandort Bayreuth 200 bis 300 der rund 1 000 Stellen streichen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Unternehmens. Die Mitarbeiter sollen hierüber auf einer Betriebsversammlung am Dienstag kommender Woche informiert werden. Der Abbau werde sozialverträglich erfolgen, heißt es.

HAMBURG. Damit gehen die Stellenstreichungen bei BAT in Deutschland weiter. Das Unternehmen hatte erst Mitte des Jahres angekündigt, rund 125 der insgesamt 1 800 Mitarbeiter bis Ende 2005 zu entlassen, um die Kosten zu senken. Betroffen waren hiervon der Außendienst sowie die Hauptverwaltung. Grund für die neuen Personaleinschnitte ist ein Absatzeinbruch des Zigarettenherstellers, der in Deutschland unter anderem Marken wie Lucky Strike und Gauloises vertreibt. Danach sank der Inlandsabsatz von Fabrikzigaretten von Januar bis Ende Oktober um vier Mrd. auf 21,6 Mrd. Stück (ohne Export).

Ein BAT-Sprecher bestätigt auf Anfrage, dass ein Personalabbau am Standort Bayreuth geplant ist. Über die Höhe macht er keine Angaben. Inwieweit der Absatzrückgang bis Ende Oktober das Ergebnis 2004 belastet, wollte er nicht sagen. „Wir gehen davon aus, dass der Gewinn rückläufig ist“, sagt der Sprecher. Das Unternehmen hatte 2003 einen Jahresüberschuss von 144 Mill. Euro erwirtschaftet, der an den Mutterkonzern ausgeschüttet wurde.

Der Rückgang bei BAT entspricht in etwa der Branchenentwicklung. Denn im selben Zeitraum sank der Absatz an Fabrikzigaretten der deutschen Hersteller um 15,7 Prozent auf 94,8 Mrd. Stück.

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