0 Bewertungen
13.10.2006 
Deutsche Büros durchsucht

Steuerfahnder statten Pfizer einen Besuch ab

Wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Umsatzsteuer haben Fahnder die Räumlichkeiten der Deutschland-Tochter des US-Pharmariesen Pfizer durchsucht. Weitergehende Einzelheiten sind nur wenige bekannt.

HB FRANKFURT. Seit dem 10. Oktober sei die Steuerfahndung der Landesfinanzbehörde Baden-Württemberg in den Pfizer-Standorten Karlsruhe und Freiburg tätig, teilte Pfizer mit. „Unterlagen wurden beschlagnahmt“, sagte eine Pfizer-Sprecherin. Anlass dazu sei ein laufendes Verfahren, wobei es um die Umsatzsteuer gehe. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, die Behörde stehe noch ganz am Anfang. Das Verfahren habe zudem keine hohe Verdachtsstufe.

Bei Pfizer in Karlsruhe hieß es weiter, das Unternehmen kooperiere voll mit der Behörde. Der Arzneimittelhersteller sei daran interessiert, dass die Sache schnellstmöglich aufgeklärt werde. Weitere Einzelheiten könne Pfizer nicht nennen, da es sich um ein schwebendes Verfahren handele. Pfizer gehe aber davon aus, das die Ergebnisse zeigen würden, dass der Verdacht unbegründet sei.

Pfizer ist der weltgrößte Arzneimittelhersteller. In Deutschland ist Pfizer an fünf Standorten präsent: in Karlsruhe, in Feucht bei Nürnberg, in Freiburg sowie in Illertissen und in Frankfurt-Höchst. Der US-Konzern ist unter anderem Hersteller des Potenzmittels Viagra und des Blutfettsenkers Lipitor, der in Deutschland als Sortis bekannt ist. Lipitor ist das weltweit umsatzstärkste Medikament mit Erlösen von 11,6 Mrd. Dollar im Zwölfmonatszeitraum bis Juli.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige
Anzeige

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

Vorhersage Deutschland

weiterKöpfe

Berichte: Ex-Chef von Siemens Hellas gesteht  Artikel in Merkliste

Der frühere Chef von Siemens in Griechenland, Michael Christoforakos, soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei mehrfachen Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltschaft Schmiergeldzahlungen in seiner Heimat gestanden haben. Nach den griechischen Behörden habe nun auch die Münchner Staatsanwalt Ermittlungen wegen Verdachts der Bestechung eingeleitet. Artikel


Handelsblatt Marktplatz

Die Suchmaschine mit über 200.000 Angeboten der besten Jobbörsen und Zeitungen. Weiter