Steuernachteile
Salzgitter ändert Konzernstruktur

Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter will durch eine geänderte Konzernstruktur Steuernachteile verhindern. Mit der bisherigen Struktur würden dem Konzern im Geschäftsjahr 2005 und Folgejahren steuerliche Nachteile von insgesamt 130 bis 150 Millionen Euro entstehen

HB FRANKFURT. Das teilte Salzgitter am Donnerstagabend mit. Mit der geänderten Struktur könnten einzelne Konzerngesellschaften Gewinne und Verluste untereinander sowie mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen besser verrechnen. Zudem sei ein uneingeschränktes zentrales Finanzmanagement möglich. Eine außerordentliche Hauptversammlung solle die Änderungen am 17. November beschließen.

An der Gewinnprognose für das laufende Jahr ändere sich durch die Umstellung der Struktur nichts, sagte ein Sprecher. Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern rechnet für 2005 vor Steuern mit einem Gewinn von 600 Millionen Euro nach 322,8 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Umsatz soll nach Aussagen von Vorstandschef Wolfgang Leese um rund 17 Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro wachsen. „In diesem Jahr werden wir beim Umsatz an der Marke von sieben Milliarden Euro kratzen“, sagte Leese der Tageszeitung „Die Welt“ in einem am Donnerstag vorab veröffentlichten Interview. 2004 hatte der Konzern 5,94 Milliarden Euro umgesetzt. „Aber bei einem Umsatz von sieben Milliarden Euro, den wir wohl im nächsten Jahr erreichen, dürfte Salzgitter dann auch langsam die Grenzen des organischen Wachstums erreicht haben“, sagte Leese.

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