Steuernachzahlungen
Schmiergeldaffäre kostet Siemens Milliarden

Die Aufarbeitung der Schmiergeldaffäre hat Siemens seit deren Beginn vor zwei Jahren mit drei Mrd. Euro belastet. In der Summe sind auch die Rückstellungen für noch erwartete Strafen der amerikanischen und deutschen Behörden enthalten sowie 520 Mio. Euro an Steuernachzahlungen.

HB MÜNCHEN. Allein im vergangenen Quartal gab Siemens zur Aufbau seiner Antikorruptionsorganisation und für externe Berater wie die US-Kanzlei Debevoise & Plimpton 89 Mio. aus. Die Kosten, die von Quartal zu Quartal weniger werden, würden weiter sinken, hieß es. Inzwischen kümmern sich im Konzern 520 Mitarbeiter ausschließlich um Korruptions- und Kartellbekämpfung. Mittlerweile seien mit 175 000 Beschäftigten nahezu alle in Sachen Compliance geschult, die Siemens sich vorgenommen hat. Lediglich rund 5000 stünden noch aus.

Im vergangenen Geschäftsjahr ahndete Siemens nach eigenen Angaben intern 909 Verstöße gegen Wohlverhaltensregeln. Davon beträfen allerdings nur 30 Prozent Korruptions- oder Kartellvergehen, Untreue sowie Betrug. Fast alle sanktionierten Korruptionsfälle stammten aus der Zeit vor November 2006.

Ein Viertel aller insgesamt verfolgten Täter habe seinen Job verloren. Zwei Drittel seien abgemahnt worden, der Rest musste auf Gehalt verzichten oder die Stelle wechseln.

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