Steuerreform kostet Anlagenbauer Millionen
IWKA rechnet mit sinkendem Gewinn

Nur die Aufträge für Roboter und Schweißanlagen aus der Autoindustrie werden das Geschäft des Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauers IWKA in diesem Jahr stabil halten. Die Steuerreform wird den Jahresüberschuss nach Darstellung des Vorstandes aber unter den Vorjahreswert drücken.

Reuters KARLSRUHE. Die weggefallene Körperschaftssteuer-Ermäßigung bei Ausschüttungen koste die IWKA 3,1 Mill. €, sagte Vorstandschef Hans Fahr am Freitag auf der Hauptversammlung. „Aus dieser Belastung heraus wird der Jahresüberschuss entsprechend unter dem des Vorjahres liegen.“ 2002 hatte IWKA nach Steuern 22,5 Mill. € verdient. Der operative Gewinn werde aber wie geplant in der Größenordnung des Vorjahrs liegen, kündigte Fahr an. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) hatte die IWKA damals 73,4 Mill. € ausgewiesen. Die aus 99 Unternehmen bestehende IWKA könne die Dollar-Schwäche zum größten Teil durch ihre internationale Aufstellung ausgleichen, sagte Fahr.

Aufwärts zeigten im ersten Halbjahr nur noch die gebuchten Aufträge für Roboter und Schweißanlagen aus der Autoindustrie, etwa von BMW, Ford und DaimlerChrysler. In der Produktionstechnik sowie in der Montage- und Prüftechnik hätten die Aufträge unter Vorjahr gelegen, in der Verpackungstechnik wegen der schwachen Konjunktur sogar um 17 % niedriger. An dem Negativtrend werde sich hier auch bis zum Jahresende nichts ändern.

Dennoch habe der der Umsatz in den ersten sechs Monaten um zwei Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, sagte Fahr, ohne genaue Zahlen zu nennen. 2003 werde der Umsatz bei 2,31 Mrd. € stabil bleiben, obwohl der schwache US-Dollar die operative Leistung überlagere. „Die IWKA befindet sich auf dem richtigen Kurs“, sagte Fahr. Durch die dezentrale Struktur könne sie flexibel auf unterschiedliche Marktentwicklungen reagieren. Insgesamt fiel der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten um 4,2 % höher aus als im gleichen Vorjahreszeitraum. „Konjunkturelle Wirkungen und Währungseinflüsse lassen uns jedoch einen Auftragseingang zum Jahresende erwarten, der nicht vollkommen das hohe Niveau des vorangegangenen Jahres erreichen wird“, sagte Fahr.

2002 hatte IWKA Orders über 2,36 Mrd. € erhalten. Der Auftragsbestand sei zum 30. Juni 48 Mill. € höher gewesen als ein Jahr zuvor. Die Werke seien damit gut ausgelastet.

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