Steve Jobs kauft für den iPod Speicher ein
Apples Milliardendeal schreckt die Chipindustrie auf

Der US-Konzern Apple Inc. hat mit allen weltweit führenden Herstellern von Speicherbausteinen Lieferverträge bis 2010 abgeschlossen. Damit soll der kontinuierliche Nachschub mit so genannten „Nand“-Speichern für die Fertigung der Musikspieler „iPod“ sichergestellt werden.

DÜSSELDORF. Der größte Halbleiterkonzern der Welt, Intel, und der Speicherhersteller Micron kündigten zeitgleich an, mit Milliardenaufwand ein Joint-Venture zur Produktion von Nand-Speichern vornehmlich für Apple aufzubauen.

Der Markt für Nand-Speicher ist derzeit der mit Abstand dynamischste Bereich in der Chipbranche. Das Angebot reicht bei weitem nicht aus, die Nachfrage zu befriedigen. Laut den Marktforschern von iSuppli wird der Nand-Markt 2005 um 42 Prozent auf rund 9,4 Mrd. Dollar und 2006 um mindestens 23 Prozent wachsen. Der gesamte Chipmarkt wird dagegen laut Gartner Group 2006 nur um 6,9 Prozent auf rund 235 Mrd. Dollar wachsen.

Lieferengpässe bei diesen Speicherbausteinen für Digitalkameras, MP3-Spieler oder USB-Sticks, die wenig Energie verbrauchen und ihre Daten auch dann behalten, wenn sie ohne Strom sind, haben fatale Folgen für Apple: Mittlerweile steuert der Musikplayer iPod rund 40 Prozent zum Umsatz und fast 30 Prozent zum Konzernergebnis bei. Jeder Verzögerung, wie er zunächst bei der Einführung des „iPod nano“ aufgetreten ist, verstimmen da die Wall Street gehörig: „Nachschubprobleme für den ,nano’ limitieren das Potenzial für positive Überraschungen in den nächsten Quartalen“, warnt etwa Analyst Richard Gardner von der Citigroup.

Mit der Vereinbarung, die mit Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba getroffen wurde, soll die Unsicherheit für Apple nun ein Ende haben. „Wir wollen so viele iPods produzieren können, wie der Markt verlangt“, sagt Steven Jobs. Und das lässt er sich einiges kosten. Teil des Vertrags ist, dass Apple alleine in den nächsten drei Monaten alleine 1,25 Mrd. Dollar an Vorauszahlungen leisten wird.

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