Industrie
Stichwort: IWKA

Das Karlsruher Maschinenbauunternehmen IWKA hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Aus der Munitionsfabrik hat sich ein Maschinenbaukonzern mit 12 000 Mitarbeitern entwickelt.

HB KARLSRUHE. Wichtigster Kunde ist die Autoindustrie, auf die knapp zwei Drittel der Auftragseingänge fallen. Das Unternehmen mit Schwerpunkt Robotertechnik produziert unter anderem Karosseriefertigungssysteme. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verpackungstechnik. Die IWKA AG umfasst rund 90 konsolidierte mittelständische Gesellschaften in drei Kerngeschäftsfeldern. Die Betriebe sind auf vier Kontinenten verteilt.

Die Ursprungsfirma ist die 1872 gegründete Patronenhülsenfabrik Henri Ehrmann & Cie. 1889 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Um die Jahrhundertwende wurden Verpackungsmaschinen, Kompensatoren und Metallschläuche produziert. Die Produkte sind noch heute im Programm von IWKA. 1928 ging die Aktienmehrheit auf die Familie Quandt über.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte die IWKA zu den größten Waffenschmieden in Süddeutschland. In den Fabriken schufteten Tausende von Zwangsarbeitern.

Seit 1949 firmiert das Unternehmen unter dem Industrie-Werke Karlsruhe AG, seit 1970 unter IWKA AG. Nach dem Ausstieg der Familie Quandt 1980 wurde die IWKA zur börsennotierten Publikumsgesellschaft im 100-prozentigen Streubesitz. Die Wehrtechnik wurde später an den Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern verkauft.

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