Stiftung muss nicht Mehrheitsaktionärin des Geshundheitskonzerns bleiben
Stiftung eröffnet Fresenius Spielraum

Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung muss nicht in jedem Fall Mehrheitsaktionärin des Gesundheitskonzerns Fresenius bleiben, sagte Dieter Schenk, einer der drei Testamentsvollstrecker der 1988 verstorbenen Fresenius-Inhaberin Else Kröner, dem Handelsblatt. Damit hätte das Unternehmen Spielraum für künftige Zukäufe.

FRANKFURT. Die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung hat signalisiert, dass sie nicht unbedingt Mehrheitsaktionärin des Gesundheitskonzerns Fresenius SE bleiben muss. „Die Firmeninhaberin hat ihren Willen insoweit als eine Richtschnur, nicht als ein Dogma formuliert“, sagte Dieter Schenk, einer der drei Testamentsvollstrecker der 1988 verstorbenen Fresenius-Inhaberin Else Kröner, dem Handelsblatt.

Damit würde Fresenius Spielraum für künftige Zukäufe erhalten: Sollte das expansive Unternehmen in Zukunft wieder im großen Stil zukaufen und dies mit einer Kapitalerhöhung finanzieren, würde die Stiftung kein Hindernis mehr sein. Sie würde gegebenenfalls bei einer Kapitalerhöhung nicht mitziehen, und somit den Verlust der Mehrheit im Konzern in Kauf nehmen. „Die Stiftung hat der Expansion von Fresenius bisher keinen Abbruch getan, und es wäre für das Unternehmen gut, wenn das auch in Zukunft so bliebe“, sagt Commerzbank-Analyst Volker Braun.

Bislang hatte die Stiftung immer den Eindruck erweckt, unbedingt die Mehrheit an Fresenius SE halten zu wollen. 1986 führte das Unternehmen die Vorzugsaktie ein, die Mehrheit der stimmberechtigten Stammaktien hielt weiterhin die Stiftung. Und als Fresenius 2005/06 die Rechtsform seiner Tochter Fresenius Medical Care (FMC) in eine KGaA umwandelte, wurde diese Maßnahme vielfach als Vehikel zum Machterhalt kritisiert.

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