Stillschweigen über Kaufpreis
Fresenius setzt Einkaufstour fort

Der Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius setzt die Zukäufe im Krankenhausgeschäft fort und kauft sich bei den Humaine Kliniken ein.

HB BAD HOMBURG. Zunächst übernehme die Fresenius-Tochter Helios etwa 60 Prozent der Humaine-Anteile, teilte das Unternehmen am Montag in Bad Homburg mit. Auf die restlichen 40 Prozent habe Helios eine Kaufoption. Bereits in diesem Jahr werde sich Humaine positiv auf den Gewinn je Aktie auswirken. Im vergangenen Jahr setzte Humaine Kliniken 197 Mill. Euro um und erwirtschaftete vor Zinsen und Steuern einen Gewinn von 14 Mill. Euro.

Der Kaufpreis, über den Stillschweigen vereinbart wurde, soll in bar und zu einem geringeren Teil in Fresenius Stamm- und Vorzugsaktien gezahlt werden. Die Genehmigung der Kartellbehörden steht noch aus. Helios rechnet mit einem Abschluss der Übernahme Mitte dieses Jahres.

Humaine betreibt den Angaben zufolge sechs Akut- und Fachkrankenhäuser sowie Spezialrehabilitationskliniken mit insgesamt 1 850 Betten. Der Klinikbetreiber beschäftige rund 2 900 Mitarbeiter.

„Mit Humaine hat Helios eine sehr gut aufgestellte Klinik-Gruppe erworben, die das Helios Kliniknetzwerk sowohl geographisch als auch in der medizinischen Ausrichtung in idealer Weise ergänzt. Während der Fokus auch künftig auf dem Erwerb öffentlicher Häuser liegen wird, nutzt Helios mit dem Kauf von Humaine eine ausgezeichnete Chance, das Krankenhausbetreiber-Geschäft um ein bereits nachhaltig profitables Unternehmen zu verstärken, das zudem unsere finanziellen Akquisitionskriterien erfüllt“, sagte Fresenius-Chef Ulf Schneider.

Fresenius hatte Helios 2005 für 1,51 Milliarden Euro übernommen und weitere, allerdings nur noch kleinere oder mittelgroße Zukäufe angekündigt. Mit seinem Expansionskurs profitiert der Konzern von der Entwicklung auf dem deutschen Klinikmarkt, der unter der Finanzschwäche der öffentlichen Hand leidet. Daher werden immer mehr öffentliche Krankenhäuser an private Betreiber verkauft. „Während der Fokus auch künftig auf dem Erwerb öffentlicher Häuser liegen wird, nutzt Helios mit dem Kauf von Humaine eine ausgezeichnete Chance, das Krankenhausbetreiber-Geschäft um ein bereits nachhaltig profitables Unternehmen zu verstärken“, erklärte Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider.

Die im MDax gelisteten Fresenius-Vorzugsaktien notierten am Vormittag unverändert bei 142,00 Euro.

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