Stimmrechte: VW-Mitarbeiter werden am Unternehmen beteiligt

StimmrechteVW-Mitarbeiter werden am Unternehmen beteiligt

Die Übernahmeschlacht zwischen Volkswagen und Porsche wirkt bis heute nach. Nun hat VW einen Weg gefunden, die Mitarbeiter am Konzern zu beteiligen - ohne die Macht der herrschenden Familien zu verringern.
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FrankfurtDie Volkswagen -Arbeitnehmer erhalten mehr Mitspracherechte bei Europas größtem Autobauer. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch übertragen zwei Prozent der Volkswagen-Stammaktien an eine österreichische Privatstiftung, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. In der Salzach Privatstiftung, die damit mittelbar an Volkswagen beteiligt wird, sind sowohl Familienmitglieder als auch Arbeitnehmer vertreten, wie ein Sprecher des VW-Betriebsrats am Mittwochabend erläuterte.

Der mehrheitlich durch Arbeitnehmer aus dem VW-Konzern besetzte Stiftungsvorstand entscheide unabhängig darüber, wie die Stimmrechte ausgeübt werden. Die Dividenden werden jedoch weiterhin vollständig an die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch fließen. "Mit den zwei Prozent Stimmrechten kann zwar auf Hauptversammlungen keine Entscheidung herbeigeführt werden, aber zumindest der Wille der Arbeitnehmer zur Zukunft ihres Unternehmens kann deutlich sichtbar gemacht werden", sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Bei dem Burgfrieden nach dem gescheiterten Übernahmeversuch von Porsche bei VW war vereinbart worden, dass die Arbeitnehmer an dem neuen Unternehmen beteiligt werden sollen. Statt der ursprünglich geplanten Fusion, übernahm VW das Fahrzeuggeschäft von Porsche jedoch im vergangenen Jahr als zwölfte Marke direkt. Der nun eingeschlagene Weg ist eine Alternative zu der ursprünglich geplanten Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmer an dem fusionierten Unternehmen.


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