Stockende Aufträge bei Autozulieferer
Dürr muss Umsatzprognose vorerst korrigieren

Einige Aufträge für 2014 stocken – das bleibt für die Bilanz nicht ohne Folgen: Der Autozulieferer Dürr muss seine Umsatzprognosen zurücknehmen. Doch die Rendite soll steigen – und das nächste Jahr dürfte gut beginnen.
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StuttgartDer Autozulieferer Dürr hat wegen Verzögerungen bei Aufträgen seine Umsatzprognose für dieses Jahr gesenkt. Bereits im ersten Halbjahr hatten sich einige Großprojekte wegen längerer Vorbereitungsarbeiten bei Kunden verschoben. Dieser Rückstand sei nicht mehr aufzuholen, erklärte ein Sprecher am Donnerstag, der Umsatz verschiebe sich ins nächste Jahr. Der Spezialist für Lackieranlagen erwartet für 2014 nun 2,3 statt 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Das Renditeziel hob der Konzern hingegen an. Vom Umsatz sollen nun neun Prozent, also etwa 207 Millionen Euro, an operativem Gewinn verdient werden – nach 203 Millionen Euro im Vorjahr.

Bisher hatte Dürr eine Rendite von acht bis 8,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Ins kommende Jahr startet Dürr mit einem Auftragsbestand von 2,4 Milliarden Euro. So bauen die Schwaben für die Produktion des neuen VW-Transporters Crafter in Polen eine Lackieranlage für mehr als 100 Millionen Euro. Die Autokonjunktur sorgte vor allem in Europa, Nordamerika und China für eine rege Nachfrage. So stieg der Auftragseingang bei dem Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf 657 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. In Russland und Brasilien gingen die Bestellungen dagegen zurück. Von Juli bis September stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 17 Prozent auf gut 60 Millionen Euro, der Umsatz des MDax-Konzerns lag mit 581 Millionen Euro 5,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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