Straffung des Deutschland-Geschäfts
Coca-Cola will deutschen Abfüller schlucken

Bei der geplanten Straffung seines Deutschland-Geschäfts steht der US-Getränkekonzern Coca-Cola vor einem ersten wichtigen Schritt. Das Unternehmen verhandelt über den Kauf der Bremer Erfrischungsgetränke GmbH, die einer von acht selbstständigen Abfüllern ist. Damit bestätigte ein Coca-Cola-Sprecher am Montag in Berlin einen Bericht der „Financial Times Deutschland“.

HB BERLIN. Nähere Einzelheiten nannte er nicht. Nach Informationen aus Branchenkreisen sind die Gespräche mit dem belgischen Brauerei-Riesen InBev („Beck's“) als bisherigem Mehrheitseigner schon weit fortgeschritten.

Angesichts von Absatzproblemen will Coca-Cola sein Deutschland-Geschäft neu ordnen und die Abfüllung bei der konzerneigenen Tochter Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) bündeln. Auch mit den anderen selbstständigen Konzessionären sind daher Gespräche geplant. Ihre Verträge laufen regulär erst zwischen 2006 und 2011 aus. Gegen ein vorzeitiges Abtreten der Konzessionen hatte sich unter den Abfüllern Widerstand formiert. Über sie läuft rund ein Drittel des Absatzes in Deutschland.

Dem US-Konzern hat in Deutschland die Einführung des Dosenpfands schwer zu schaffen gemacht. Viele Discounter verkaufen seitdem nur noch besondere Flaschen, die es ausschließlich bei ihnen gibt. Anders als der Konkurrent Pepsi weigerte sich Coca-Cola zunächst, neue Gebinde einzuführen, und verlor Marktanteile. Nach einer besonderen Flasche bei Plus will Coca-Cola nun aber auch bei Lidl mit eigens abgefüllten Flaschen wieder in die Regale kommen.

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