Strategieplan
Wie Toyota seinen Spitzenplatz verteidigen will

Toyota will sich durch eine starke Ausrichtung auf die Schwellenländer an der Spitze der Branche halten. Der weltgrößte Autobauer reduziert zudem die Zahl seiner Verwaltungsratsmitglieder noch stärker als erwartet.
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TokioDer weltgrößte Autobauer Toyota setzt sich ehrgeizige langfristige Ziele und will im Wettlauf gegen Volkswagen und General Motors (GM) vor allem in den Schwellenländern punkten: Hier will der zuletzt weltweit von massiven Rückrufen geplagte japanische Konzern bis 2015 etwa die Hälfte seiner Fahrzeuge absetzen. Auch der Luxus-Wagen Lexus soll dort eingeführt werden. Der mittlerweile am schnellsten wachsende Automarkt der Welt, China, soll allein 15 Prozent des Absatzes ausmachen - allerdings nannte Toyota hier keinen Zeitrahmen.

Die Offensive soll dem Marktführer seine Spitzenposition sichern: Bis 2015 werde der weltweite Absatz inklusive der Marken Hino und Daihatsu auf zehn Millionen Fahrzeuge steigen, sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda am Mittwoch bei der Vorstellung eines Strategieplans für die nächsten zehn Jahre.

Toyota will mit einem umfangreichen Umbau seines Managements schlagkräftiger werden. Die Zahl der Direktoren werde im Juni von derzeit 27 auf elf reduziert, sagte Toyoda. Ziel dieser drastischen Maßnahme sei es, den Entscheidungsfindungsprozess zu beschleunigen und weltweit schneller auf Kundenmeinungen reagieren zu können. Die für die einzelnen Weltregionen zuständigen Manager bekommen künftig vor Ort mehr Entscheidungshoheit. Regionale Beraterkommitees werden in Amerika, Europa und Asien eingerichtet.

Die geplante Verkleinerung des Verwaltungsrats hat dem "Wall Street Journal" zufolge die schon länger brodelnden Spannungen im Management verstärkt. Toyodas Gegner würden ihm unterstellen, er wolle seine Macht mit dem Schritt ausbauen. Vor der Präsentation des Strategieplans "2020 Global Vision" hatte das Blatt einen kritischen Toyota-Manager mit den Worten zitiert: "Denken Sie, dass Toyota den Gipfel überschritten hat? Es fühlt sich dieser Tage so an." Das nicht namentlich identifizierte Vorstandsmitglied hielte in der derzeitigen Situation des Konzerns einen charismatischen Chef wie Ford-Lenker Allan Mulally oder Apple-Frontman Steve Jobs für hilfreich, spricht Toyoda deren Eigenschaften aber ab.

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