Strategiewechsel nach verfehlten Umsatzzielen: Unilever schwächelt beim Umsatz

Strategiewechsel nach verfehlten Umsatzzielen
Unilever schwächelt beim Umsatz

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat 2003 seinen Reingewinn um zehn Prozent gesteigert. Zugleich ging aber der Umsatz zurück. Nun plant das Unternehmen einen Strategiewechsel. Demnach rückt das Unternehmen von seinem ehrgeizigen Wachstumsprogramm ab und will sich künftig verstärkt auf eine Verbesserung der Rendite für die Aktionäre konzentrieren.

HB LONDON/ROTTERDAM. Der Unilever-Direktoriumsvorsitzende Niall Fitzgerald, einer der Architekten des Wachstumsprogramms, kündigte am Donnerstag zudem sein vorzeitiges Ausscheiden an. Der weltweit drittgrößte Nahrungsmittelhersteller nach der Schweizer Nestle und dem US-Konzern Kraft Foods gab für das vergangene Jahr einen Gewinn am oberen Ende der Erwartungen bekannt. Die Unilever-Aktien legten kräftig zu.

Im vergangenen Jahr hat der Konzern seine Wachstumsziele nicht erreicht und erwartet dies auch für 2004. Das Umsatzwachstum der 400 Top-Marken - darunter Knorr-Suppen, Lipton-Tee oder Dove-Seifen - belief sich 2003 auf lediglich 2,5 %. Angestrebt war ein Zuwachs von fünf bis sechs Prozent. Dieses Ziel werde auch im laufenden Jahr nicht erreicht, sagte Fitzgerald. Für den Zeitraum 2005 bis 2010 strebt Unilever daher nun ein jährliches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent an bei einem Ergebnisplus von acht bis zwölf Prozent.

Fitzgerald zeigte sich enttäuscht, die angestrebten Erlössteigerungen verfehlt zu haben. „Wir haben den Aktionären geantwortet, dass wir einen verbesserten Unternehmenswert für die Aktionäre anstreben“, sagte er. Investoren deuteten dies als Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms oder erhöhter Dividenden. Der Unilever-Aktienkurs tendierte in London drei Prozent höher.

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