Von Anfang an war die Strategie der Japaner klar: Sie wollten effizienter und damit billiger sein, um gegen die Konkurrenten Ford und General Motors zu bestehen, die damals auch schon Autos in Japan bauen ließen.
Für die ersten Modelle ließ sich Toyota von der legendären Chemnitzer Automarke DKW inspirieren, die später in Audi aufging. Eiji Toyoda, ein studierter Ingenieur, zerlegte einen DKW komplett und zeichnete erste Blaupausen anhand der einzelnen Teile. Die Entwicklungsabteilung bestand zu Anfang nur aus ihm.
Aus dieser Pionierphase stammen viele Prinzipien, die auch der heutige Toyota-Vorstandschef Katsuaki Watanabe hochhält: langfristige Planung, die Entwicklung von genauen Standards und auch die enge Einbindung der Zulieferer. Dies war zunächst aus der Not geboren, weil in Japan der 30er-Jahre keiner die nötigen Autoteile herstellen konnte. Am Anfang der Toyota Motor Company behielt Eiji Toyoda den Überblick über jedes Problem, das bei einem Toyota auftrat, und er forcierte entsprechende Lösungen.
Bis heute sind Rückmeldungen der Kunden und die schnelle Reaktion darauf ein entscheidender Teil der Strategie. Denn auch Toyota macht Fehler – zuletzt im Zuge der enormen Expansion des Konzerns, als dieser seine Produktion jährlich um eine halbe Million Autos steigerte. Doch kein Unternehmen in der Autoindustrie reagiert konsequenter, wenn es darum geht, aus Fehlern zu lernen.
Doch bevor Toyota sich seinen Ruf als Nummer eins auf dem globalen PKW-Markt aufbaute, produzierte es ab 1942 drei Jahre lang simple Lastwagen für die kaiserliche Armee. Nach dem Krieg lag Japan in Trümmern. Zwei wichtige Industriestädte waren von Atombomben verwüstet. Zusammen mit der gesamten Wirtschaft raffte sich jedoch auch Toyota wieder auf – obwohl Befehle der US-Besatzungsmacht und Kapitalmangel das Unternehmen fast scheitern ließen. Die ständige Bankrottgefahr damals habe zu einem Gefahrenbewusstsein geführt und dazu, niemals Überheblichkeit aufkommen zu lassen, erzählen führende Toyota-Manager später.
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