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06.11.2007 

Toyota Corolla 1200 - das erste in Deutschland verkaufte Modell. Foto: ToyotaLupe

Toyota Corolla 1200 - das erste in Deutschland verkaufte Modell. Foto: Toyota

Mit dem Wirtschaftswunder wurden die Kunden gerade noch rechtzeitig zahlungskräftig: 1951 kam wieder eine richtige Toyota-Limousine auf den Markt. Schon 1957 versuchte das Unternehmen den Markteinstieg in den USA. Doch dies endete im Desaster. „Der Wagen war nicht stark genug motorisiert, um auf Highways mithalten zu können“, schreibt Eiji Toyoda. In Wüsten überhitzte der erste Toyota für den US-Markt zudem viel zu schnell. Doch jetzt war Toyotas Ehrgeiz geweckt.

Die Deutschen verkauften schon seit 1955 munter Volkswagen in Amerika. Toyota baute 1959 ein neues Werk in Japan und stattete es mit modernsten Maschinen aus – mit dem Ziel, Autos herzustellen, die die Ansprüche der Amerikaner erfüllten.

In diesem Jahr traf auch ein Taifun eine Reihe von Zulieferern und legte die Produktion still. Wie im Sommer 2007 nach einem Erdbeben nördlich von Tokio half Toyota seinen von der Katastrophe getroffenen Partnern in Rekordzeit wieder auf die Beine. Mit neuen Modellen wie dem Corolla gelang dann bald der Sprung in die USA. Aus Respekt vor den einheimischen Größen wie Mercedes und Volkswagen war Deutschland 1970 einer der letzten Märkte, auf den Toyota sich mit einem eigenen Vertriebsnetz wagte.

Doch auch im Herkunftsland des Automobils präsentieren Ökonomie-Professoren heute Toyota als Beispiel für eine radikal qualitäts- und kundenorientierte Firmenphilosophie. Porsche gibt offen zu, in den 90er-Jahren die effiziente und kostengünstige Herstellungsweise von Toyota abgeschaut zu haben.

Toyota selbst gibt sich derweil bescheiden, wozu auch Frontmann Watanabe beiträgt. Unter seiner Ägide stieg der Fahrzeugabsatz um drei Millionen Stück auf knapp zehn Millionen jährlich – nach konservativer Zählung. Dabei wird die Produktion der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen nicht berücksichtigt.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Massenprodukte und Edelware.

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