So erfolgreich der Manager agiert, so unauffällig kommt er daher: ein Herr mit grauen Haaransätzen und einer schlichten Brille. Auf Galaveranstaltungen oder Messen bleibt er gelegentlich unerkannt, bis sich die Scheinwerfer und Kameras auf ihn richten. Glanz und Glamour sind Watanabe fremd. Seine Stärke liegt in seiner jahrzehntelangen Erfahrung und dem profunden Wissen um Produktionskontrolle und Beschaffung – was ihn mit Keiichiro Toyoda verbindet.
Ziel und Strategie sind bei Watanabe gleichwohl klar und eindeutig umrissen: Toyota will künftig nicht nur weiterhin den Massenmarkt beherrschen mit unauffälliger und solider Kunst namens Corola oder Celica, sondern stärker bei Premiummodellen mitmischen und sich einen Namen als innovativer Hersteller neuer Spitzentechnik machen. So hat Watanabe bereits gewaltige Summen in die Entwicklung umweltfreundlicher Modelle investiert.
Noch ist nicht klar, ob die Strategie aufgeht, wie gut sich Massenprodukte und Edelware in einem Konzern vertragen. Wenn Toyota jetzt nicht aufpasst, kann das Unternehmen den Weltmeistertitel wieder verlieren. Eines ist aber sicher: Toyota wird das Streben nach Perfektion nicht aufgeben.

