Streichliste fast komplett abgehakt
7800 Mercedes-Mitarbeiter gehen freiwillig

Daimler-Chrysler kommt beim Stellenabbau in seiner Pkw-Sparte Mercedes offenbar gut voran. Bis Ende März sollen rund 7 800 Mitarbeiter Verträge über ihr Ausscheiden unterzeichnet oder das Unternehmen bereits verlassen haben. Damit fehlen den Stuttgartern nicht mehr viele Unterschriften.

HB STUTTGART. Sechs Monate nach dem Start des Programms seien „etwa 90 Prozent des Anpassungsziels“ erreicht, teilte Daimler-Chrysler mit. Insgesamt will die Mercedes Car Group bis September 2006 auf diesem Wege rund 8500 Stellen streichen. Personalvorstand Günther Fleig zeigte sich zuversichtlich, dass das Personalabbau-Programm wie geplant erfolgreich abgeschlossen werden könnte. Durch den Stellenabbau will die Marke mit dem Stern ihre Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Konzernchef Dieter Zetsche hatte im vergangenen Sommer das Programm verkündet, um die Kosten in der Mercedes-Gruppe zu senken. Betroffen sind vor allem die Werke in Sindelfingen und Bremen. Weil für die deutschen Mitarbeiter bis 2012 eine Beschäftigungssicherung gilt, kommt nur ein freiwilliges Ausscheiden in Frage. Die Kosten für das Personalabbauprogramm werden mit 950 Mill. Euro beziffert. Die Umsetzung bewege sich in diesem vorgegeben Rahmen, hieß es am Donnerstag.

Der Sparkurs des neuen DaimlerChrysler-Chefs Dieter Zetsche trifft aber nicht nur die Beschäftigte in den deutschen Mercedes-Werken, sondern auch Verwaltung und Management des Gesamtkonzerns. Bis 2008 sollen weltweit 6000 von 30 000 Mitarbeitern und Managern in der Verwaltung gehen. Dafür hat der Konzern zwei Mrd. Euro bereitgestellt. Wie seit März bekannt, will der Autokonzern Managern beim Ausscheiden unter anderem eine Abfindung auf Basis von zwei Monatsgehältern je Jahr der Betriebszugehörigkeit zahlen. Von den leitenden Angestellten sind 30 Prozent von dem Personalabbau-Programm betroffen. Wie die künftige personelle Struktur der Führungsebenen des Konzerns aussehen werde, solle Ende April in Vorstand und Aufsichtsrat entschieden werden, hieß es damals aus Konzern-Kreisen weiter.

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