Streik geht zuende
VW zahlt Mexikanern mehr Gehalt

Vor wenigen Tagen sah die Lage im mexikanischen VW-Werk Puebla noch verfahren aus: Die Gewerkschaft verlangte deutlich mehr mehr Lohn, Volkswagen wollte nur moderat mehr geben. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, waren die Beschäftigten am Freitag sogar in Streik getreten. Den können sie nun beenden.

HB FRANKFURT. VW hat sich mit der Gewerkschaft geeinigt. Wie das mexikanische Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, werden die Löhne um 5,5 Prozent erhöht. Ein Teil der Erhöhung wird in Lebensmittelgutscheinen ausgezahlt, was in dem Land üblich ist.

Die Gewerkschaft wollte ursprünglich 8,5 Prozent mehr Geld für die rund 9 700 gewerkschaftlich organisierten VW-Mitarbeiter erzielen. VW hatte eine Erhöhung des Lohns und der Zulagen von insgesamt 4,5 Prozent angeboten. Die Arbeitnehmerseite hatte dies in der vergangenen Woche als zu niedrig abgelehnt. VW wiederum war ursprünglich nicht bereit, das Angebot zu erhöhen. Deshalb waren die Verhandlungen zwischenzeitlich gescheitert. Die Gewerkschaft war am Mittwoch mit einer geringeren Lohnforderung aber an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

Im mexikanischen Puebla werden der New Beetle, das Beetle Cabrio und der Jetta gebaut. Pro Tag rollen 1 450 Autos vom Band, davon sind 350 Beetle. Die Produktion läuft von Montag bis Freitag rund um die Uhr. Im vergangenen Jahr baute VW insgesamt 300 000 Autos in Puebla, mehr als zwei Drittel davon waren Jetta. Der Stufenheck-Golf ist besonders in den USA beliebt. In diesem Jahr will Volkswagen die Produktion auf rund 350 000 Fahrzeuge steigern.

Bereits vor zwei Jahren hatten die VW-Mitarbeiter in Puebla während der Tarifverhandlungen vier Tage lang gestreikt. 2001 ruhte die Arbeit 18 Tage lang bevor sich beide Seiten einigten. VW ist neben Daimler-Chrysler und General Motors einer der größten Auto-Exporteure Mexikos.

VW Mexiko einigt sich mit Arbeitern auf Lohnerhöhung von 4 Prozent=

dpa WOLFSBURG. Volkswagen Mexiko hat sich im Tarifkonflikt mit der dortigen Gewerkschaft geeinigt. Die seit vergangenen Freitag streikenden Mitarbeiter im Werk Puebla erhielten eine Lohnerhöhung von vier Prozent, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch in Wolfsburg der dpa-AFX. Zusätzlich werde der Wert der dort als Gehaltsbestandteil üblichen Lebensmittelgutscheine angehoben. Damit erhöhten sich die Personalkosten bei VW Mexiko um insgesamt 4,7 Prozent, hieß es.

Ursprünglich hatte die Gewerkschaft eine Gehaltserhöhung von 8,5 Prozent verlangt. Das Angebot der Geschäftsführung betrug vier Prozent bei Gehältern und 0,5 Prozent bei den Zusatzleistungen. In Puebla baut VW die Modelle Bora, New Beetle und Jetta.

dpa edh/sk yyfx pi

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