Streik
Mitarbeiter legen Airbus lahm

Mehr als 11.000 Mitarbeiter deutscher Airbus-Werke haben am Freitag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern unter anderem mehr Mitbestimmung und eine Arbeitsplatzgarantie. Airbus will die Produktivität steigern.
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HamburgLaut Gewerkschaftsangaben haben sich mehr als 11.000 Beschäftigte des Flugzeugherstellers Airbus am Freitag an Warnstreiks beteiligt. Sie folgten dem Warnstreik-Aufruf der IG Metall Küste. Die Mitarbeiter versammelten sich vor den Toren der Werke in Hamburg, Bremen, Buxtehude und Stade, wo Arbeitnehmervertreter bei Kundgebungen über die Tarifsituation informieren wollten. Die Gewerkschaft hat mit der EADS-Tochter Airbus seit eineinhalb Jahren ergebnislos über einen Zukunftstarifvertrag zur Sicherung der Beschäftigung verhandelt. Airbus will die Wettbewerbsfähigkeit sichern und die Produktivität erhöhen.

In der vergangenen Woche war das Unternehmen mit dem Versuch gescheitert, den Ausstand gerichtlich untersagen zu lassen. „Wer auf dem Klageweg versucht, Arbeitsniederlegungen zu verhindern und mit einer Produktionsverlagerung ins Ausland droht, bekommt den Druck aus dem Betrieb“, sagte IG-Metall-Verhandlungsführer Meinhard Geiken. Die Gewerkschaft will eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie bis mindestens 2020 durchsetzen. Zudem fordert sie eine stärkere Mitbestimmung beim Einsatz von Leiharbeitskräften.

Insgesamt waren rund 16.600 festangestellte Mitarbeiter aufgerufen, in den Ausstand zu treten. Davon sind laut IG Metall rund 12.000 in Hamburg beschäftigt, 3.000 in Bremen, 1.200 in Stade und 400 Mitarbeiter in Buxtehude.

Der Flugzeugbauer äußerte am Freitag Unverständnis für die Warnstreiks. Das Unternehmen bekräftigte zugleich seine Bereitschaft zu einer Arbeitsplatzgarantie für neun Jahre. Diese sei aber nicht kostenlos zu haben. „Damit wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben, müssen wir stetig produktiver werden“, sagte ein Sprecher. „Überall auf der Welt drängen neue Konkurrenten auf den Markt.“ Die Gewerkschaft forderte Airbus auf, ihre Forderung nach einer jährlichen Produktivitätssteigerung von acht Prozent fallenzulassen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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