Streiks in Antwerpen und Brüssel
Bei Opel und VW stehen die Bänder still

Der Streik im Opel-Werk Antwerpen geht trotz neuer Angebote der Konzernleitung für die belgische Fabrik weiter. Auch bei der Konkurrenz stehen die Bänder still: Das Brüsseler Werk des Volkswagen-Konzerns ist Opfer eines Streiks bei einem Zulieferer.

HB BRÜSSEL/ANTWERPEN. Erst am Donnerstag wollten die Arbeiter im Opel-Werk Antwerpen über ein Ende ihres Ausstandes abstimmen, teilten Arbeitnehmervertreter am Mittwoch mit. Nach Angaben der Gewerkschaften fehlt es den Beschäftigten an Vertrauen in die Ankündigung der Direktion, wonach in Antwerpen als Ersatz für das Opel-Modell Astra vom Jahr 2010 an zwei neue Modelle gebaut werden sollen.

Bis zum Jahresende soll bei Opel in Antwerpen knapp ein Drittel der 4500 Arbeitsplätze wegfallen. Die Geschäftsleitung des Opel-Mutterkonzerns General Motors hatte am Dienstag versprochen, die Stellen sollten ohne Entlassungen abgebaut werden. Zugleich werde das Werk ab 2010 mit zwei neuen Modellen ausgelastet. Das Werk war Ende April bei der Entscheidung über die Produktion des neuen Astra-Modells leer ausgegangen, so dass die Schließung drohte. Der neue Astra wird unter anderem in Bochum gebaut.

Auch im Brüsseler Werk des Volkswagen-Konzerns standen am Mittwoch wieder die Bänder still. Grund war ein Streik beim Zulieferer Arvin Meritor, der die Fabrik mit Türen für die auslaufende Golf-Produktion versorgt. Die 150 Beschäftigten von Arvin Meritor sollen ihren Job verlieren: Das Unternehmen wird keine Türen an die Brüsseler VW-Fabrik mehr liefern, wenn dort künftig statt des Golfs der Audi A3 gebaut wird.

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