
ParisDer Chef des Autokonzerns Fiat, Sergio Marchionne, gibt im Streit mit dem Rivalen Volkswagen keine Ruhe: Er nannte es "unverschämt", dass VW-Topmanager seinen Rücktritt als Präsident des europäischen Autoherstellerverbandes ACEA gefordert hatten. Solche Äußerungen seien ein "Verstoß gegen die guten Sitten", sagte er am Donnerstag am Rand der Automesse in Paris.
Marchionne und VW liegen seit Jahren im Streit: Zuletzt hatte der Fiat-Vorstandsvorsitzende VW vorgeworfen, die europäische Konkurrenz mit aggressiven Preissenkungen anzugreifen. "Es ist ein Blutbad bei den Preisen und ein Blutbad bei den Margen", sagte Marchionne im Juli in einem Interview.
VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem sagte daraufhin, Marchionne sei "als Präsident des europäischen Herstellerverbandes untragbar und soll gehen". Marchionne erwiderte jetzt, jeder Hersteller werde im ACEA durch den Vorstandsvorsitzenden repräsentiert. Falls VW-Chef Martin Winterkorn seinen Rücktritt wünsche, möge Winterkorn das dem ACEA-Vorstand vortragen, dann werde der Vorstand entscheiden.
Ein weiterer wunder Punkt bei Fiat sind die Sticheleien von VW über die Fiat-Tochter Alfa Romeo. VW hatte sich öfters interessiert an der sportlichen Marke gezeigt. Alfa Romeo schreibt tiefrote Zahlen, gilt aber als enorm wertvolle Marke wegen der langen Geschichte. Marchionne wies alle Verkaufsgerüchte immer zurück und erschien zunehmend genervt von den VW-Äußerungen.

Erst kürzlich wurde der neue Golf der Weltöffentlichkeit präsentiert. Wie immer hegt Volkswagen hohe Erwartungen an dessen Verkaufserfolg.

Japanischer Golf-Gegner: Die zweite Generation des Auris ist eines von vielen neuen Kompaktmodellen.

Die wichtigsten Neuheiten des Pariser Autosalons werden 2012 in der Kompaktklasse stehen. Die Wettbewerber Audi A3 und Mercedes A-Klasse sind bereits am Start, der Golf VII wurde am 4.9. in Berlin vorgestellt. Und in Paris lässt sich Toyota nicht lumpen, und zeigt als Weltneuheit die nächste Generation des Auris.
Auch dieser Kompaktwagen soll - wie die genannten Konkurrrenten - dynamischer, besser ausgestattet und günstiger im Unterhalt sein als der Vorgänger. Die Höhe schrumpfte um 55 Millimeter, was sich unter in einem cW-Wert von 0,28 niederschlägt. Das Fahrzeuggewicht sank um bis zu 40 Kilogramm ...

Im Profil zeigt sich der neue Auris deutlich gestreckt. Gegenüber dem Vorgänger ist er um 30 auf 4275 Millimeter Länge gewachsen. In der Seitenansicht fallen die optional in schwarzem Klavierlack ausgeführte B-Säule und die dynamisch gezeichnete C-Säule ins Auge. Betont wird die Gürtellinie durch eine aufsteigende Chromleiste. Die Heckklappe mit ihren konvexen und konkaven Flächen öffnet weiter als bisher, die Rückleuchten umspannen das ganze Heck.
Geprägt ist die Front des neuen Auris durch das neue Markengesicht von Toyota. Es verbindet das neue „Keen look“-Design („scharfe Klinge“, „stechender Blick“) der Scheinwerfer mit dem nun trapezförmig ausgestalteten Kühlergrill. Dazu kommt LED-Tagfahrlicht.

Toyota verspricht beim Neuling mehr Raum, größeren Komfort und eine fühlbar bessere Materialanmutung im Interieur. Das Panorama-Sonnendach ist das größte im Segment.
Neben den haptischen Verbesserungen galt das Augenmerk der Entwickler der Ergonomie des Innenraums. So wurde die Sitzposition für den Fahrer optimiert, während der Knieraum bei unverändertem Radstand von 2,60 Metern hinten um 20 Millimeter gewachsen ist. Zugleich ist der Laderaum 90 Millimeter länger geworden.

Alle Fließheckvarianten des Auris bieten nun ein klassenübliches Kofferraumvolumen von 360 Litern. Dies gilt auch für den Auris Hybrid. Ermöglicht wurde das durch die Unterbringung der Batterie unter den Rücksitzen.
Neben dem Hybridantrieb bietet Toyota für den neuen Auris alternativ zwei Dieselmotoren mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum sowie zwei Benziner mit 1,33 und 1,6 Litern Hubraum an. Toyota erwartet, dass sich die deutschen Kunden zu etwa einem Drittel für den Hybridantrieb entscheiden.
Fahrdynamisch profitiert der neue Auris vom niedrigeren Schwerpunkt und dem geänderten Packaging. Lenkung und Federung wurden ebenfalls überarbeitet. Die hinteren Doppelquerlenker erhöhen den Federungskomfort und unterstützen zugleich einen agilen Fahrstil, verspricht Toyota.

Audi hat seinen Supersportwagen R8 überarbeitet und zudem eine neue Topvariante mit 550 PS (im Bild) auf die Räder gestellt.

Peugeot zeigt in Paris den RCZ R. Das Fahrzeug soll bis Ende 2013 zur Serienreife gelangen. Er wird mit seinem neuen 1,6-Liter-Motor und bis zu 260 PS das bislang stärkste Serienmodell der Marke werden. Ein spezielles Fahrwerk mit Torsen-Ausgleichsgetriebe mit begrenztem Schlupf soll für dynamisches Vorwärtskommen sorgen.
Ebenfalls in Paris präsentiert wird der überarbeitete RCZ. Die Frontpartie wurde umgestaltet und die Individualisierungsmöglichkeiten werden erweitert. Das Interieur fällt höherwertiger aus, und es kommen neue Telematiksysteme zur Anwendung. Markteinführung ist im ersten Quartal nächsten Jahres.

Bei der Markenpräsentation des Volkswagen-Konzerns in der Halle Freyssinet in Paris überraschte Porsche-Chef Matthias Müller mit dem Sport Turismo als einer echten Premiere. Damit will der Sportwagen-Hersteller sein Hybrid-Angebot ausbauen.
Die Antriebstechnologie des Panamera Sport Turismo vollzieht den nächsten Entwicklungsschritt hin zum Plug-in-Hybrid, der auch aus dem Stromnetz tanken kann. Das Konzeptfahrzeug mit 416 PS (306 kW) Spitzenleistung ist darauf ausgelegt, rein elektrisch bis zu 130 km/h schnell und über 30 Kilometer weit zu fahren.

Der Antrieb des Panamera Sport Turismo ist eine Weiterentwicklung des Parallel-Vollhybrid, den Porsche in Panamera S Hybrid und Cayenne S Hybrid einsetzt. Die neue Elektromaschine leistet mit rund 70 kW (95 PS) rund doppelt so viel wie im aktuellen Porsche-Hybridantrieb, der aufgeladene Dreiliter-V6-Motor bringt es unverändert auf 245 kW (333 PS). Ihr Zusammenspiel beschleunigt die Konzeptstudie in weniger als sechs Sekunden von null auf 100 km/h.
Erst kürzlich wurde der neue Golf der Weltöffentlichkeit präsentiert. Wie immer hegt Volkswagen hohe Erwartungen an dessen Verkaufserfolg.
Der Fiat-Chef wiederholte seine Forderung, dass die Politik auf EU-Ebene den Abbau von Autowerken in Europa begleiten müsse. Insbesondere in Deutschland müsse Kapazität abgebaut werden, sagte er.
Marchionne leistete sich eine neue Stichelei in Richtung VW: Er nannte den Chef des japanischen Kleinwagenherstellers Suzuki einen "guten Freund". Fiat liefert Dieselmotoren an Suzuki. "Wir müssen mehr machen", sagte er über die Zusammenarbeit. "Das sind gute Leute", sagte er über Suzuki. Damit ärgert Marchionne den VW-Konzern, der eine enge Zusammenarbeit mit Suzuki geplant hatte, sich jetzt aber mit den Japanern vor einem Schiedsgericht über die Trennung streitet.

Warum sollte in Deutschland Kapazität abgebaut werden? Zumindest Volkswagen ist gut ausgelastet. Dieser Fiat Laden überlebt nur noch wegen Chrysler. Hoffentlich hat Fiat massiv unter dem neuen Golf zu leiden.

Aber nickmari8
VW hat die Probleme,um es nicht Neid zu nennen,wegen den erfolgen was das Konzern hat.Und arrogante Aussagen habe ich von dem Vorstand von VW nocht nicht gelesen,es waren lediglich feststellungen die geäußert wurden.
Marchionne erinnert mich an Castiglioni.
Wissen Sie was der gemacht hat ?
Auf der Münchener Motorrad-Messe,vor ein paar jahren, hat dieser einen überproportionalen Stand gehabt,es liefen über ein dutzend leichtbekleidete Damen um die ausgestellten Motorräder.Es gab Champagner,Hummer,Kaviar und der Käfer aus München fuhr täglich mehrmals ,zwecks Nachschub diesen Messestand an.Die Händler ,und Potenzielle Neuhändler wurden Verträge vorgelegt,Importeure wurden angeworben usw.
Am Sonntag Abend war die Messe vorüber und der Herr fuhr noch in der Nacht Heim,um am Montag gleich in der früh beim zuständigen Gericht "Fallimento" (Konkurs) anzumelden.Fragen Sie mal bei der Messe München und diversen anderen nach was dort noch offen ist.
Und wenn Sie die Szene im Automobil und Zweiradbereich kennen ,dürfte Ihnen sicherlich die Geschichte der "Manager" Italienischer Firmen bekannt sein ,die mit freien Oberkörper im offenen Cabrio durch München fuhren und sich selbst feierten.Es wurden da aber nur Magnum Moet Flaschen geöffnet.Weitere Einzelheiten möchte ich Ihnen ersparen.

Erfolg erzeugt Neid. Aber das ist zuviel des Guten. Erst wird DE erpresst: Aufgabe der D-Mark gegen ein Ja zur Wiedervereinigung, dann moniert Lagard vor 2 Jahren, die Exporte DE sollten beschränkt werden (dabei ist die Aussage an sich beschränkt) damit die Handelsungleichgewichte DE zu anderen Ländern wie Spanien, Frankreich, Italien oder Griechenland gesenkt werden. Mit welchem Effekt? Mit dem, daß die genannten Länder diese Defizite gegenüber China, Südkorea und Japan erhöhen. Fraglich ist nur, ob die Asiaten dann den Anteil von DE an den Rettungsschirmen übernehmen? Eher nicht. Und nun fordert Fiat ernsthaft den Abbau von Autofabriken in DE. Unglaublich. Dabei konkurriert Fiat nicht mit DE-Automarken, sondern mit jap. und koreanischen und bald mit chinesischen Automarken. Und diesen Kampf werden Fiat und mit ihnen die franz. Marken Renault bzw. PSA verlieren. Wie ich finde, zurecht. Die Süd-Europäer sind uneinsichtig, wenig patriotisch (darauf deutet jedenfalls die fehlende Steuer-Moral), wenig innovativ und nun in ansteigendem Maße neidisch und unfair ggü. DE. Das Beste wäre eine Nord-Union von DE, AT, NL, DK, SE und FI. Der Rest kann sich weiter verschulden und rostige Autos bauen. Übrigens ist DE seit nunmehr einem halben Jahrhundert der größte Nettozahler in der EU. Ganz zu schweigen von den Tourismus-Ausgaben. Langsam versteht kein Mensch mehr die Vorteile, die uns eine EU mit Griechenland und Italien bietet.
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