Streit im Gaspreise
Eon und Gazprom gehen vor Schiedsgericht

Im Streit um Lieferverträge mit dem russischen Energieriesen Gazprom steht Eon vor einem Schiedsgerichtsverfahren. Im Moment muss Eon durch vertragliche Bindungen deutlich höhere Preise als auf dem freien Markt zahlen.
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Düsseldorf, MoskauDer Gaspreisstreit zwischen den Energiekonzernen Eon und Gazprom wird jetzt vor einem internationalen Schiedsgericht ausgetragen. Es geht um die langjährigen Verträge zwischen beiden Unternehmen. „Wir können bestätigen, dass wir im Zusammenhang mit dem Lieferverhältnis mit Gazprom ein Schiedsgerichtsverfahren eröffnet haben“, teilte Eon Ruhrgas am Montag in Essen mit. Gazprom erklärte in Moskau, das Unternehmen sei auch bei einem derartigen Verfahren zu weiteren Gesprächen mit Eon bereit.

Die Möglichkeit sei in den bestehenden Lieferverträgen mit den Produzenten ausdrücklich vorgesehen, wenn in Preiswiederverhandlungen innerhalb einer bestimmten Frist keine Einigung erzielt wird. Eon muss wegen der Ölpreisbindung derzeit höhere Preise für Gas an Gazprom zahlen als auf dem freien Markt, was dem deutschen Konzern erhebliche Probleme bereitet. Gazprom sehe die Preislage als vorübergehend an und sei deshalb nicht zu Zugeständnissen bereit, sagte ein Sprecher in Düsseldorf. Der Spruch des Schiedsgerichtes sei bindend.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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