Streit mit Gewerkschaften
VW zieht Polo-Produktion aus Spanien ab

Der VW-Markenvorstand unter Führung von Wolfgang Bernhard macht seine Drohung wahr und verlagert Teile der Polo-Produktion aus Spanien nach Osteuropa. Auch in Deutschland stehen Veränderungen an. Die Beschäftigten müssen sich auf Einschnitte bei der Bezahlung und längere Arbeitszeiten einstellen.

HB WOLFSBURG/NAVARRA. Wie ein VW-Sprecher dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe) auf Anfrage bestätigte, hat der Vorstand gestern beschlossen, in Werken außerhalb Spaniens zusätzliche Kapazitäten zum Bau des Kleinwagens aufzubauen. Als Favorit gilt der slowakische VW-Standort Bratislava.

Hintergrund ist ein seit Monaten andauernder Streit mit den Gewerkschaften am spanischen VW-Standort Navarra über Kürzungspläne für die 4300 Beschäftigten. Bernhard demonstriert damit mitten in den Sanierungsverhandlungen für die westdeutschen VW-Werke Härte gegenüber den Gewerkschaften.

Auch in Deutschland drohen den Beschäftigten durch die Sparpläne des Konzerns Einschnitte bei der Bezahlung und längere Arbeitszeiten. Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh bereitet die Arbeitnehmer derzeit auf gravierende Sanierungsschritte vor.

Über Pläne des Managements, bei VW die Arbeitszeit zu verlängern, gibt es seit längerem Spekulationen. Bisher gilt bei VW in den westdeutschen Werken überwiegend die 28,8-Stunden-Woche. Medienberichten zufolge plant VW-Markenchef Wolfgang Bernhard eine 35-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Dies haben Betriebsrat und IG Metall bisher vehement abgelehnt.

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