Streit mit US-Partnerunternehmen
VW-Korruptionsaffäre sorgt in USA für Wirbel

Die Volkswagenaffäre um Schmiergeld und Lustreisen zieht auch in Übersee Kreise. Derzeit streitet sich Volkswagen mit einem ehemaligen Partnerunternehmen aus den USA.

HB HANNOVER. Der in Delaware ansässige frühere VW-Partner An-Car wehre sich gegen die Kündigung eines Importeurvertrages mit der VW-Tochter Skoda, bestätigte ein VW-Sprecher am Donnerstag einen Bericht des „Stern“. Der Widerspruch sei bei Skoda vor kurzem eingegangen. An-Car habe Skoda-Fahrzeuge nach Angola importiert. Der Vertrag sei Ende Juni 2005 mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt worden, dies sei nach Auffassung von Skoda aber rechtmäßig gewesen.

Die Kündigung des Vertrages stand VW zufolge im Zusammenhang mit Vorwürfen, der frühere Skoda-Personalvorstand Helmuth Schuster habe über ein Netz von Tarnfirmen in mehreren Ländern - darunter Angola - versucht, sich auf VW-Kosten zu bereichern.

In der seit über einem Jahr schwelenden VW-Affäre ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Schuster wegen Untreue und Betrugs und prüft ein Firmengeflecht um den früheren Skoda-Vorstand. Welche Firmen die Ermittler im Visier haben, wollte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft nicht sagen. Das sei mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht möglich, sagte er. Die Staatsanwaltschaft warte auch noch auf Antworten auf Rechtshilfeersuchen, die sie in mehreren Ländern gestellt hat.

Nach Berichten über Tarnfirmen und Schmiergelder war die VW-Affäre ins Rollen gekommen. Später wurden zudem Vorwürfe laut, Betriebsräte seien mit Reisen und Bordellbesuchen auf VW-Kosten begünstigt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen 14 Verdächtige, darunter sind der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz und der ehemalige Betriebsratschef Klaus Volkert. Beide waren im Zuge der Affäre vor gut einem Jahr zurückgetreten.

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