Streit um Altersteilzeit
Warnstreiks legen größtes Daimler-Werk lahm

Mehr als 10 000 Beschäftigte des größten Daimler-Werkes haben am Freitag in Sindelfingen für neue Altersteilzeitregelungen demonstriert. Die Produktion stand bei Daimler in Sindelfingen für zwei Stunden still.

HB STUTTGART. Mit Trillerpfeifen und Transparenten forderten sie ein besseres Angebot der Arbeitgeber, die an diesem Montag mit der IG Metall in Böblingen in die vierte Verhandlungsrunde gehen. Bei den Gesprächen, die die Tarifpartner für alle Tarifgebiete stellvertretend führen, ist vor allem strittig, wer 2009 nach dem Ende der staatlichen Förderung der Altersteilzeit die Finanzlücke schließt.

Auch 200 Mitarbeiter des Autozulieferers Mahle in Stuttgart hatten die Arbeit kurzzeitig niedergelegt. Zudem sollte es Aktionen an allen Standorten des Stuttgarter Anlagenbauers Dürr geben.

Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Daimler AG, Erich Klemm, sagte: "Angesichts einer stetig älter werdenden Belegschaft bei gleichzeitig verschärften Leistungsbedingungen brauchen wir Ausstiegsmodelle, die es den Beschäftigten ermöglichen, die Fabriken noch aufrechten Hauptes zu verlassen." Die IG Metall kritisiert die von den Arbeitgebern vorgelegte Offerte: Die Konditionen für einen frühzeitigen Ausstieg seien so eng gefasst, dass kaum ein Beschäftigter davon profitieren könne.

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