Streit um Audi-Vergangenheit

Chefhistoriker verlässt VW

Bei Volkswagen ist man sich uneins über die Vergangenheit. Das Unternehmen und sein bisheriger Chefhistoriker Manfred Grieger gehen daher ab sofort getrennte Wege. Auslöser ist eine Studie über die NS-Zeit.
Der bisherige Chef-Historiker des Konzerns und Volkswagen trennen sich. Quelle: dpa
Manfred Grieger

Der bisherige Chef-Historiker des Konzerns und Volkswagen trennen sich.

(Foto: dpa)

WolfsburgVolkswagen und der bisherige Chefhistoriker des Konzerns, Manfred Grieger, gehen künftig getrennte Wege. Der Wissenschaftler verlasse das Unternehmen in beiderseitigem Einvernehmen, sagte ein VW-Sprecher am Samstag. Grieger war Leiter der Historischen Kommunikation. Seine Aufgaben übernimmt vorübergehend Archivarin Ulrike Gutzmann.

Nach Informationen der „Braunschweiger Zeitung“ ist eine kritische Rezension des Historikers über eine Studie über die Geschichte des Audi-Vorgängers Auto Union während der Nazi-Diktatur Grund für die Trennung. Der Studie mangelt es nach Ansicht Griegers an einer unvoreingenommenen Betrachtungsweise. Zudem spiele sie die Bedeutung der Beziehungen des damaligen Auto-Union-Vorstandes zu den NS-Eliten herunter. Diese Interpretation sei im Volkswagen-Konzern auf Unverständnis und Unmut gestoßen, so die Zeitung.

Ach, dieser Klang!
So werden ihn wohl die meisten anderen Autofahrer sehen - und vor allem hören
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Der neue Audi R8 Spyder präsentiert sich äußerlich nur dezent geschärft, und ist im Vergleich zum Vorgänger vor allem leichter und schneller geworden. Der rund 180.000 Euro teure Sportwagen setzt aber trotz viel technischem und elektronischem Feinschliff auf ein bekannt starkes Herz: Der Zehnzylinder-V-Motor in Mittellage leistet bis zu 540 PS.

Handarbeit aus der Manufaktur „Audi Böllinger Höfe“ bei Neckarsulm
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Das blaue Wunder betört Betrachter, die reihenweise die Fotohandys zücken, gleich mit einer ganzen Reihe von Eyecatchern: Der silberfarbene Scheibenrahmen, der gewaltige, wabenstrukturierte Kühlergrill mit den seitlichen Lufteinlässen, die Carbon-Blades hinter den Türen, die dem V10-Motor Luftkühlung zuführen, und der besonders scharfe LED-Blick. Die Präsenz auf dem Asphalt ist die eines zum Sprung bereiten Tieres.

Das Herzstück
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Die obersten Leistungsdaten des Zehnzylinders in V-Anordnung sind kinderleicht zu merken, 540 PS bei und 540 Newtonmeter Drehmoment. Angesichts von so viel Power machen auch die x-förmigen Streben Sinn, die das nun etwas weniger durstige Triebwerk praktisch im Rahmen zu halten scheinen.

Auf offener Landstraße ist noch viel beeindruckender, mit wie viel Power der V10 im unteren Drehzahlbereich souverän cruisen kann, und wie blitzschnell der offene Sauger durchs Drehzahlband bis auf sagenhafte 8.400 Umdrehungen schnellt ...

Audi R8 Spyder, Jahrgang 2016
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Angesichts des unerschütterlichen Fahrwerks und der gewaltigen Motorleistung scheint offensichtlich, dass der R8 Spyder aufs schnelle Vergnügen aus ist. Wer dem erliegt, gönnt sich aber nur einen Teil des Fahrvergnügens.

Dank 5,2 Liter Hubraum, verteilt auf zehn Zylinder, steht auch knapp über Standgas-Niveau schon sattes Drehmoment zur Verfügung - ideale Voraussetzung also für entspanntes Cruisen.

Dazu kommen Reisequalitäten: Der Comfort-Fahrmodus hat seinen Namen überraschenderweise wirklich verdient, das Geräuschniveau innen ist erträglich, und die Sitze auch nach Stunden noch bequem.

Die kurvige Landstraße wartet
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Auch von hinten macht der Supersportler, in dem man besonders gut gesehen wird, eine dynamische Figur. Unter den segmentierten Heckabdeckungen steckt unter anderem ein besonders festes Stoffverdeck, das sich bei zu 50 km/h öffnen und schließen lässt. Allerdings stellt der schnelle Audi hier keinen Temporekord auf: 20 Sekunden dauert der Tanz der Gestänge, Streben und der gewölbten Kohlefaserhaube.

Blick in die Mittelkonsole
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Der Automatik-Wahlhebel lässt sich von jeder Stellung aus per Druck auf den P-Knopf in Parkstellung bringen. Den Dreh-Drück-Regler der neuesten Generation hat Audi weiter optimiert.

Die 7-Gang-S-tronic geht bei automatischen Gangwechseln ultraschnell vor, ist aber gegenüber den Insassen nicht zimperlich. Sport statt Komfort heißt hier das Motto, und deutliche Gasfußbefehle werden gerne auch mal mit einem Sprung von zwei Schaltstufen nach unten quittiert, der die Passagiere ordentlich wachrüttelt und atemraubend in die Sitze presst.

Die Kurve verneigt sich vor dem Fahrwerk
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Präzision und Rückmeldung der sehr direkten Lenkung sind auf höchstem Niveau. In allen Fahrmodi hält der R8-Pilot engstmöglichen Kontakt zum Asphalt, und entspanntes Cabriocruisen, dynamisches Kurvenräubern, Langstrecken-Kilometerfresserei, ja sogar nerviger Stadtverkehr lassen sich so entspannt bewältigen.

Der VW-Sprecher sagte dazu, Hintergrund der Trennung sei ein unterschiedliches Verständnis über die Zusammenarbeit im Konzern zwischen Grieger und VW gewesen.

  • dpa
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