Streit um Blockbuster
Pfizer verliert vor Gericht

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat in den USA vor einem Berufungsgericht einen Patentstreit um das Bluthochdruckmittel Norvacs verloren.

dpa-afx NEW YORK. Pfizer werde alle gerichtlichen Möglichkeiten prüfen, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Das Berufungsgericht hat die Entscheidung einer niedrigeren Instanz aufgehoben, in der das Norvasc-Patent für rechtskräftig erklärt wurde.

Die Entscheidung eines US-Bundesgerichts von Anfang 2006 hatte dem Generikahersteller Apotex bis September 2007 verboten, eine generische Version des Wirkstoffs auf den Markt zu bringen. Apotex hatte daraufhin Berufung gegen das Urteil eingelegt. Der US-Konzern Pfizer setzte 2006 mit Norvasc rund 4,9 Mrd. Dollar um.

Neben Apotex wird das Norvasc-Patent nach Angaben des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer auch von anderen Generika-Herstellern wie Mylan und Synthon in Frage gestellt.

Nach Aussage von Analysten kann die jetzige Norvasc-Entscheidung für den Pfizer-Konkurrenten Mylan von Vorteil sein. Mylan unterlag im Februar vor einem Bezirksgericht im Bundesstaat Pennsylvania in einem vergleichbaren Patentstreit mit Pfizer um eine billigere Norvasc-Nachahmerversion. In der Gerichtsentscheidung hatte Richter Terrence F. Mcverry Mylan untersagt, vor September 2007 eine Nachahmerversion von Norvasc auf den Markt zu bringen. Auch Mylan hatte damals Berufung gegen die Entscheidung angekündigt. Mylan-Aktien reagierten am Donnerstag auf die Apotex-Entscheidung mit einem Kursplus von 5,1 Prozent auf 20,55 Dollar.

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