Streit um Stellenabbau-Programm
Arbeitskampf bei Siemens möglich

Die Arbeitnehmervertreter bei Siemens drohen dem Konzern nun offen: Hält der Vorstand an seinen Forderungen zum Personalabbau fest, ist ein Streik die wahrscheinliche Konsequenz. Die Verkündung der tatsächlichen Zahlen soll allerdings nach einem eher ungewöhnlichen Muster erfolgen.

HB MÜNCHEN Siemens will seine Beschäftigten ab Montag über den Umfang des angekündigten Stellenabbaus informieren. Man wolle den Belegschaftsvertretern die exakten Zahlen, heruntergebrochen auf die einzelnen Standorte, präsentieren und den Betriebsräten „zwei Tage lang Rede und Antwort stehen“, sagte Personalvorstand Siegfried Russwurm der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Arbeitnehmervertreter forderten ein Abrücken von der Maximalforderung und drohten mit Streik.

Siemens-Chef Peter Löscher hatte in einem Interview indirekt Berichte bestätigt, wonach im Konzern insgesamt gut 17 000 Arbeitsplätze wegfallen sollen, davon 6 400 in Deutschland. Über dieses Stellenabbau-Programm soll nun verhandelt werden.

Arbeitnehmervertreter drohten mit Streik für den Fall, dass das Unternehmen an seiner Maximalforderung festhält. Die Zahl von 17 000 Stellen sei völlig überhöht: „Bevor wir Siemens und damit unsere Arbeitsplätze gefährden, ist es unsere Pflicht, notfalls auch einen Arbeitskampf durchzuführen“, wurde Gesamtbetriebsratsmitglied Werner Mönius zitiert.

Details über ihre Pläne will die Unternehmensleitung am Dienstag auf einer Pressekonferenz veröffentlichen.

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