Streusalz
K+S geht 2011 von höherem Gewinn aus

Die Aktionäre des Salzkonzerns können auf eine Dividendenerhöhung setzen. Zwar schieben viele Agrarhändler die Bestellung von Düngemitteln auf, aber das Geschäft mit Streusalz läuft auf Hochtouren.
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FrankfurtDie Aktionäre des Dünger- und Salzkonzerns K+S können nach Aussage des Firmenchefs auf eine Dividendenerhöhung setzen. „Wenn wir in diesem Jahr einen höheren Gewinn ausweisen als im Vorjahr, wovon wir derzeit ausgehen, sollte das eine gute Grundlage sein für die Gespräche zwischen Vorstand und Aufsichtsrat über eine höhere Dividende“, sagte Norbert Steiner der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Für 2010 zahlten die Kasseler ihren Anteilseignern einen Euro je Aktie.

Zuletzt hatte Steiner keine guten Nachrichten für die Aktionäre gehabt: Vor gut einer Woche senkte K+S seine Prognose für 2011 leicht und trieb den Aktienkurs damit in den Keller. Grund: Viele Agrarhändler schieben die Bestellung von Düngemitteln wegen der unklaren Konjunkturentwicklung auf die lange Bank und bringen K+S damit in Bedrängnis. Daher geht die Firma für das kommende Jahr lediglich von stagnierenden Umsätzen und Gewinnen aus.

Dagegen läuft das Geschäft mit Streusalz auf Hochtouren. Deutschlands Kommunen decken sich beim Salzkonzern verstärkt ein. Nachdem im vorigen Jahr angesichts der starken und lang anhaltenden Schneefälle in vielen Städten und Gemeinden das Salz ausgegangen war, hätten sie in diesem Jahr deutlich mehr bestellt, sagte Steiner der Zeitung. „Nach den vielen Diskussionen im vergangenen Winter haben die Kommunen dieses Jahr ihre Lager besser aufgefüllt.“

Auch die Streusalz-Hersteller selbst hätten Lehren aus den Lieferengpässen gezogen. „Wir haben unsere Lagerkapazitäten in Europa von 900.000 auf eine Million Tonnen aufgestockt“, sagte der Manager dem Blatt. Ob der Winter wieder sehr hart werde, sei allerdings schwierig vorherzusagen. „Genaue Prognosen dafür kann niemand geben“, sagte Steiner. „Wir sind aber auf den Winter gut vorbereitet.“

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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