Strom für Industriekunden
Gazprom will in Eisenhüttenstadt ein Gaskraftwerk bauen

Der russische Energiekonzern Gazprom will ein Gaskraftwerk in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) für 400 Millionen Euro bauen. „Die Planungen sind uns bekannt“, bestätigte ein Sprecher des Brandenburger Wirtschaftsministeriums am Samstag.

HB EISENHÜTTENSTADT/POTSDAM. Nähere Angaben machte er nicht. Der luxemburgische Energieversorger Soteg hatte am Freitag bekanntgegeben, dass mit Gazprom eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet wurde. Zunächst solle eine gemeinsame Gesellschaft gegründet sowie ein Gaskraftwerk mit zwei Turbinen von je 400 Megawatt Leistung errichtet werden, hieß es. Das Kraftwerk solle im Jahr 2010 in Betrieb gehen. Mit dem Strom sollten zunächst Industriekunden beliefert werden. Das Kraftwerk solle in unmittelbarer Nähe des Stahlwerkes Arcelor Eisenhüttenstadt errichtet werden, berichtete die „Märkische Oderzeitung“ am Samstag. Dies könnte auch für das Stahlwerk von Vorteil sein. „Wir kaufen, wie auch das Werk in Bremen, bislang viel Gas dazu, sind also ein großer Verbraucher“, sagte Jürgen Schachler, Vorsitzender der Geschäftsführung des Arcelor-Stahlwerkes Eisenhüttenstadt, der Zeitung. Das Investment sei zudem extrem wichtig für die Region, auch wenn das Gaswerk selbst nicht so viele Arbeitsplätze schaffen werde. „Es sichert Arcelor den Standort und bringt weitere Synergien.“

Soteg ist den Angaben zufolge ein Joint Venture des Stahlkonzerns Arcelor, der das Stahlwerk in Eisenhüttenstadt betreibt, des deutschen Energiekonzerns E.ON, der Saar Ferngas und des Staates Luxemburg.

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