Stromkonzern zum Halbjahr über Plan
Vattenfall Europe sieht politischen Klärungsbedarf

Der drittgrößte deutsche Stromkonzern Vattenfall Europe hat das erste Halbjahr 2003 nach den Worten von Vorstandschef Klaus Rauscher besser abgeschlossen als geplant.

Reuters MÜNCHEN. „Wir sind über Plan“, sagte Rauscher am Montag im Club Wirtschaftspresse in München. Der mehrheitlich dem schwedischen Staatsunternehmen Vattenfall gehörende Konzern, in dem der Berliner Versorger Bewag, die Hamburger HEW und die ostdeutschen Veag und Laubag aufgegangen sind, peilt nach früheren Angaben für das laufende Jahr eine Gewinnsteigerung auf 570 (Vorjahr: 517) Mill. € vor Zinsen und Steuern (Ebit) an.

Kritisch äußerte sich Rauscher zu den politischen Rahmenbedingungen für die deutsche Energiewirtschaft. „Investitionsentscheidungen sind wegen unklarer politischer Rahmenbedingungen außerordentlich schwierig, und das kann zu Verknappungen und steigenden Preisen führen“, sagte er. Zumindest kurzfristig werde das in Deutschland aber nicht zu einer Energiekrise wie vor drei Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien führen. „Aber mittelfristig kann es zu Störungen im System kommen“, warnte Rauscher.

Als Beispiele für politischen Klärungsbedarf nannte er die Ausgestaltung des Handels mit Emissionsrechten für das Treibhausgas CO2. Der nach RWE und Eon drittgrößte deutsche Stromversorger will erreichen, dass in den 90er-Jahren getätigten Investitionen als Schritte zur CO2-Reduzierung anerkannt werden.

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