Strommarkt
Netz AG kommt voran

Die deutschen Enrgierversorger planen weiterhin, ihre Hochspannungsnetze in einer gemeinsamen Gesellschaft zu bündeln. Aber die Pläne sind umstritten. Kritiker sehen darin nur eine weitere Offensive der Großkonzerne, um Wettbewerb zu verhindern.

DÜSSELDORF. Die deutschen Energiekonzerne arbeiten trotz der offenbar abgewendeten Zwangsentflechtung weiter an der Gründung einer Deutschen Netz AG für Strom. "Das Thema ist nicht vom Tisch - im Gegenteil", erfuhr das Handelsblatt gestern aus Branchenkreisen. Außer der Energie Baden-Württemberg (EnBW) sind alle Konzerne - Eon, RWE und Vattenfall Europe - im Grundsatz dazu auch bereit. Der Widerstand des süddeutschen Versorgers ist aber stark. Größter Knackpunkt sind vor allem die Beteiligungsverhältnisse.

RWE-Finanzvorstand Rolf Pohlig signalisierte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters die Bereitschaft seines Unternehmens: "Wenn es zu einer deutschen Netz AG kommt, würden wir einer sinnvollen Lösung nicht im Wege stehen", sagte Pohlig. Eon-Chef Wulf Bernotat hatte vor drei Monaten als erster der vier großen Netzbetreiber eine solche gemeinsame Gesellschaft für die Übertragungsnetze öffentlich angeregt. Vattenfall Europe hat ebenfalls schon betont, für eine Neuordnung der Netze aufgeschlossen zu sein. Lediglich EnBW betonte gestern, bislang nicht interessiert zu sein. "Die Frage stellt sich für uns nicht, bislang gibt es kein einheitliches Konzept", sagte ein Sprecher.

In der Tat ist noch nicht geklärt, wie solche eine Gesellschaft konkret aussehen könnte. Klar ist nur, dass die Unternehmen ihre Netze einbringen und im Gegenzug an der neuen Gesellschaft beteiligt würden. Als realistisch gilt dies nur für den Stromsektor und hier für die großen Überlandleitungen, die Übertragungsnetze.

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