Strommarkt
RWE steigt in Russland ein

RWE hat sich mit einer Investition von einer halben Milliarde Euro in den russischen Strommarkt eingekauft. Sein ursprüngliches Ziel hat der deutsche Energiekonzern aber nicht ganz erreicht.

HB MOSKAU. Gemeinsam mit der russischen Sintez-Group übernehme RWE einen Anteil von 43 Prozent am russischen Stromerzeuger TGK-2, teilte der bisherige Eigentümer, der staatlich kontrollierte Strommonopolist UES, am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Ursprünglich habe der Käufer die Kontrollmehrheit erwerben wollen. Bei dem nun abgeschlossenen Geschäft handle es sich um einen Kompromiss mit dem Minderheitsaktionär Prosperity Capital Management.

RWE hatte in der Vergangenheit angekündigt, das Auslandsgeschäft auszubauen und dabei auch den Fokus auf Russland gelegt. Der Rivale Eon hat sich bereits an dem russischen Stromproduzenten OGK -4 beteiligt und will weiter zukaufen.

RWE übernimmt mit seinem St. Petersburger Partner 33,47 Prozent vom staatlich kontrollierten UES-Konzern. Hinzu komme ein Anteil von knapp zehn Prozent aus zusätzlich aufgelegten Aktien. Der Einstieg bei TGK-2 koste insgesamt 19 Mrd. Rubel (520 Mio Euro). Die Essener setzten sich bei der Auktion am Freitag unter anderem gegen die Gazprombank durch.

Bei der Liberalisierung des russischen Strommarktes wurde der Monopolist UES in den vergangenen Jahren in regionale Kraftwerkgesellschaften vom Typ OGK und TGK aufgeteilt. Während die OGKs ihren Umsatz fast ausschließlich mit der Stromerzeugung erzielen, kommt bei den TGKs auch die Produktion von Fernwärme hinzu. Der Erzeuger TGK-2 deckt die Region nördlich und nordwestlich von Moskau ab.

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