Strompreise bleiben unverändert
Eon will Preise für Erdgas erhöhen

Die Eon-Tochter Eon Energie will die Preise für Erdgas in Deutschland erhöhen. Der Energiekonzern will zudem in den nächsten Jahren 6,8 Milliarden Euro investieren. Unter anderem sollen zwei neue Kraftwerke gebaut werden.

HB MÜNCHEN. „Weitere Preisanpassungen für Erdgas werden in Deutschland notwendig auf Grund der anhaltend steigenden Importpreise“, sagte Eon Energie-Chef Johannes Teyssen am Donnerstag in München. In den ersten vier Monaten des Jahres hätten die Preise auf dem internationalen Markt um 32 % angezogen. Es sei jedoch keine weitere Erhöhung der Strompreise vorgesehen.

Seine Investitionspläne für die kommenden Jahre bekräftigte das Unternehmen. Bis 2007 wolle man insgesamt 6,8 Mrd. € investieren. Allein 5,9 Mrd. € seien als Investitionen in Sachanlagen geplant. Der Großteil dieser Summe sei für den Erhalt und Ausbau der Energie-Infrastruktur vorgesehen. So soll im bayerischen Irsching ein neues Gas- und Dampfgroßkraftwerk und im Ruhrgebiet in Datteln ein Kohlekraftwerk entstehen. Die Genehmigungs-Vorverfahren für beide Projekte seien bereits angelaufen, sagte Teyssen.

„Wie sich das laufende Jahr für uns entwickelt, hängt vor allem von den Rahmenbedingungen ab, die uns einerseits die Märkte und andererseits die Politik setzen“, sagte Teyssen. Spekulationen, ein Regierungswechsel im Herbst könne die Investitionssumme kleiner ausfallen lassen, weil dann die Kernkraftwerke länger Energie lieferten, wies Teyssen zurück. Zumindest bis 2010 sei das Investitionsvolumen unabhängig von einer Verlängerung der Laufzeiten. „Im Kraftwerkspark ergäben sich durch einen Politikwechsel erst in der nächsten Dekade nennenswerte Veränderungen“, sagte Teyssen. Die Union hatte angekündigt, im Falle eines Wahlsieges bei der Bundestagswahl zu längeren Laufzeiten der verbliebenen Kernkraftwerke zurückzukehren.

Über eine Beteiligung am Bau eines französischen Atomkraftwerks sei noch keine Entscheidung gefallen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit der Electricité de France (EdF)“, sagte Vorstandsmitglied Walter Hohlefelder. Bei dem Kraftwerk handelt es sich um einen neuartigen Druckwasserreaktor vom Typ EPR (European Pressurized Reactor).

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