Stromversorger
EnBW beantragt Einstieg in Ludwigsburg

Der viertgrößte deutsche Stromversorger hat die gewünschte Beteiligung an der Stadtwerke Ludwigsburg GmbH nun auch formal beim Bundeskartellamt beantragt. Die Energie Baden-Württemberg (EnBW) verschaffte sich zudem einen günstigeren Kreditrahmen.

HB DÜSSELDORF. EnBW habe den Plan, sich mit 35 % an den Stadtwerken zu beteiligen, schon in der vorigen Woche angemeldet, sagte ein Sprecherin des Bundeskartellamts am Montag in Bonn. Die Behörde werde nun bis spätestens September prüfen, ob sie den Einstieg der Karlsruher genehmige oder nicht. Nach einer informellen Prüfung war die Behörde im Herbst 2004 zu dem Schluss gekommen, dass der EnBW-Einstieg den Wettbewerb störe.

Da die Wettbewerbshüter aber auch die damals vorgeschlagenen Alternativen kritisch bewertet habe, sei nun das ursprüngliche Vorhaben zur Prüfung eingereicht worden, sagte ein EnBW-Sprecher in Karlsruhe. Die EnBW Regional AG hatte bereits vor eineinhalb Jahren die Absicht bekundet, ihr eigenes Stromnetz in der 85 000-Einwohner-Stadt nördlich von Stuttgart in die Stadtwerke einzubringen. Zum Ausgleich für den die EnBW-Beteiligung übersteigenden Wert des Netzes sollte die Stadt Ludwigsburg 18 Mill. € an den Versorger zahlen. Alternativ war überlegt worden, eine neue Gesellschaft zu gründen, an der sich die Stadtwerke mit einem Minderheitsanteil beteiligen.

Das Kartellamt geht bei der Genehmigung von Beteiligungen der führenden Versorger an Stadtwerken seit Monaten restriktiv vor. Nach der Liberalisierung des heimischen Strommarktes 1998 hatten sich vor allem die großen Unternehmen der Branche vielfach Stadtwerks-Beteiligungen zugelegt. EnBW ist auch an den Stadtwerken Düsseldorf beteiligt. Der EnBW Regional AG gehören Beteiligungen an über 30 Stadtwerken in Baden-Württemberg.

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