Stromversorger
EnBW-Gewinn schrumpft

Die Flaute in der Industrie und bei den deutschen Autobauern trifft den Energieversorger EnBW. In den ersten neun Monaten ging der Stromabsatz zurück. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte war dagegen stabil.
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HB STUTTGART. Die Konjunkturflaute machte das Ergebnisziel des Versorgers EnBW zunichte. Der Karlsruher Konzern verabschiedet sich von seiner Erwartung, den Gewinn im laufenden Jahr konstant zu halten. Der um Sondereffekte bereinigte Konzernüberschuss werde 2009 stattdessen um bis zu drei Prozent fallen, kündigte EnBW am Freitag an.

„Obgleich erste Anzeichen auf eine Bodenbildung der konjunkturellen Talfahrt hindeuten, zeichnet sich ab, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise das Geschäft der EnBW etwas stärker belasten als bislang erwartet“, räumte der Energielieferant im Geschäftsbericht für die Monate Januar bis September ein.

EnBW erwartet nun einen rückläufigen Stromabsatz und rechnet mit steigenden Kosten für die Netzanbindung von Windkraftanlagen vor der Küste. Zudem lieferten die jüngst erworbenen Kraftwerksbeteiligungen voraussichtlich weniger Gewinn als erwartet ab, was aber auch die Kaufpreise mindere. Ferner verwies der Konzern unter anderem auf einen negativen Effekt aus dem verzögerten Einstieg beim norddeutschen Versorger EWE.

Im Zeitraum von Januar bis September brach die Energie-Nachfrage der Industrie- und Großkunden von EnBW um ein Fünftel ein. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum minimal um 0,4 Prozent auf 11,7 Mrd. Euro zu. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss fiel um 12,8 Prozent auf 717 Mio. Euro.

Auch die größeren Wettbewerber RWE und E.ON kämpfen mit den Auswirkungen der Wirtschaftsflaute. Bei RWE soll der Gewinn 2009 trotz Umsatzschwunds konstant bleiben. E.ON hatte sich am Mittwoch zuversichtlicher geäußert als bisher und rechnet für 2009 nur noch mit einem Rückgang des bereinigten Überschusses um drei bis fünf Prozent.

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