Studie
Chinas Solarkonzerne bauen Marktmacht aus

Der Anteil am Gesamtumsatz von 36,3 Milliarden Dollar hat sich gegenüber dem Vorjahr von 36 auf 45 Prozent erhöht, wie eine noch unveröffentlichte Studie zeigt. das Handelsblatt unter Berufung auf eine Studie berichtet.
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Düsseldorf Chinas Solarindustrie hat ihre Dominanz nach der Studie der Unternehmensberatung PRTM im vergangenen Jahr ausbauen können. Größter Verlierer sind neben US-Herstellern Solarfirmen mit Sitz in Deutschland. Kamen die deutschen Produzenten vor fünf Jahren noch auf einen Marktanteil von 50 Prozent, so schrumpfte diese nun auf 21 Prozent.

Das vergangene Jahr war ein gutes für die weltweite Solarwirtschaft. Der Umsatz der jungen Branche kletterte laut der Studie um 80 Prozent, allerdings konnten nicht alle Firmen gleichermaßen von der Entwicklung profitieren. „Erstmals mussten auch US-Firmen wie First Solar und Sunpower Marktanteile im nennenswerten Umfang abgeben“, sagte der Autor der Studie, Hans Kühn, dem Handelsblatt. First Solar wurde in einer jährlich von PRTM erstellten Rangliste von Platz eins verdrängt. Spitzenreiter ist nun die chinesische Trina Solar. Zur Berechnung ihrer Rangliste ziehen die Experten neben Umsatz und Gewinn auch die Effizienz sowie die Wachstumsgeschwindigkeit eines Unternehmens heran. Beste deutsche Solarfirmen sind die Bosch-Tochter Aleo und Solarworld auf Platz 16 und 17.

Auch unter den chinesischen Solarfirmen gibt es mit Suntech einen Verlierer. Das chinesische Unternehmen sackte innerhalb eines Jahres von Rang drei auf zwölf ab. Suntech habe wegen einer schlechten Effizienz gegenüber der Konkurrenz verloren, sagte Kühn. Anders als etwa Trina Solar oder LDK Solar habe sich Suntech nicht so flexibel auf die Marktentwicklungen einstellen können. Der Solarindustrie hatte im vergangenen Jahr mit enormen Marktverwerfungen zu kämpfen. So war der Absatz in Deutschland – dem weltweit größten Markt – stark schwankend.

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  • Der Artikel ist eine sonderbare Mischung aus Veröffentlichung von Studienergebnissen und subjektiven Ansichten mit ungenannten Quellen.

    Die Studie bescheinigt den deutschen Herstellern dass sie komplett weg vom Fenster sind: "Beste deutsche Solarfirmen sind die Bosch-Tochter Aleo und Solarworld auf Platz 16 und 17."

    Trotzdem wird dann so argumentiert, dass immerhin Solarworld gut dastehe (im Artikel der Printausgabe des Handelsblattes): "Immerhin kann Solarworld für sich
    reklamieren, Fußballclubs als Werbeträger entdeckt zu haben."

    Im Artikel steht weiter "Gegen den drohenden Preiskampf seien am besten die Kostenführer gerüstet, sagte Kühn."

    Da ist es schon sonderbar, wenn in dem Artikel dann Solarworld verteidigt wird. Solarworld liefert sehr teure Module, produziert - da muss man nur einige Analysten fragen - viel teurer als beispielsweise Trina.

    Sonderbar auch folgende Argumentation:

    "Deutschland blieb von den Schwankungen nicht verschont.
    Wegen der politischen Diskussion über eine weitere Kürzung der Subventionen für Solarenergie hat sich der Absatz im ersten Halbjahr dieses Jahres schwach
    entwickelt, wie Solarmanager sagten."

    Welche Solarmanager? Warum wird hier keine Quelle angegeben? Und warum soll das Ankündigen der Absenkung der Förderung zur Jahresmitte zu weniger Absatz geführt haben? Das ist unlogisch. Jeder in der Solarbranche kennt den wahren Grund für den schleppenden Absatz: die Preise für Solarmodule sind seit Monaten stetig am fallen. Und nicht wie der Autor schreibt "Die Abschläge dürften sich im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegen,
    heißt es in der Branche."

    Mittlweile gibt es Markenmodule aus China für rund 1 bis 1,10 Euro pro Watt. Das ist ein Preisabschlag von 30 Prozent zum Jahresanfang. Solarworld versucht immer noch für über 1,40 Euro zu verkaufen.

    Ich wünsche mir vom Handelsblatt gut recherchierte Artikel. Nicht genannte Quellen mit zweifelhaften Aussagen haben darin nichts verloren.

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