Studie der Phase III in Planung
Schering schürt Optimismus bei MS-Mittel

Der Berliner Pharmakonzern Schering sieht sich bei der Entwicklung des Mittels zur Bekämpfung der Multiplen Sklerose (MS) ein gutes Stück vorangekommen. Das Mittel ist ein neuer Hoffnungsträger des Unternehmens.

HB FRANKFURT. Für den Wirkstoff Alemtuzumab zur Behandlung der bislang unheilbaren Nervenkrankheit sei eine Studie der Phase III in der Planung, sagte Rupert Sandbrink, der bei Schering für die weltweite medizinische Entwicklung von Spezialtherapeutika zuständig ist, am Dienstag in Frankfurt.

„Über das Design der Studie sprechen wir zur Zeit mit den europäischen Behörden und mit der US-Gesundheitsbehörde FDA“, ergänzte er. Die Planungen für die dritte Phase zeigen, dass Schering von den Marktchancen des Medikaments überzeugt ist.

Zum genauen Zeitplan für das Studienprogramm für Alemtuzumab will sich Schering aber derzeit noch nicht äußern. Neue Medikamente müssen normalerweise drei Phasen der klinischen Entwicklung vor einem Zulassungsantrag erfolgreich durchlaufen. Gegenwärtig wird der Wirkstoff in einer klinischen Studie der zweiten Phase getestet und dabei mit dem Konkurrenzmedikament Rebif von der Schweizer Biotechfirma Serono verglichen.

Derzeit leiden rund 2,5 Millionen Menschen weltweit an der chronischen Autoimmunerkrankung, die die Nerven der Patienten irreparabel schädigt und zu schweren Lähmungen bis hin zum Tod führen kann. In Europa und in den USA gibt es jeweils mindestens 350 000 MS-Patienten.

Hohe Erwartungen knüpfen die Berliner, die vor der Übernahme durch den Leverkusener Bayer-Konzern stehen, auch an eine neue Anwendung ihrer Umsatzstütze Betaferon. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde hatte Ende April das bereits seit langem auf dem Markt befindliche MS-Mittel auch für ein frühes Stadium der Erkrankung zur Zulassung empfohlen.

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