Studie: Nur noch jeder vierte Volkswagen kommt aus Deutschland

Studie
Nur noch jeder vierte Volkswagen kommt aus Deutschland

Volkswagen ist Europas größter Autobauer. Doch in seinem Heimatland Deutschland produziert der Konzern 2012 nur noch jedes vierte Auto. Bereits jedes dritte Fahrzeug wird einer Studie zufolge in China hergestellt.
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DüsseldorfEuropas größter Autobauer Volkswagen baut einem Bericht des Handelsblatts (Montagsausgabe) zufolge nur noch jedes vierte Auto der Kernmarke VW im Heimatland. Drei Viertel der 2012 produzierten Autos kamen aus dem Ausland. Mehr als jedes dritte Auto baute die Marke VW in China. Das ist das Ergebnis einer noch unveröffentlichten Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt vorliegt.

CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer plädiert deshalb dafür, statt des Labels „Made in Germany“ stärker den Hinweis „Entwickelt in Deutschland“ in den Vordergrund zu stellen. „Die Fahrzeuge müssen deshalb keine schlechtere Qualität haben“, so der Branchenkenner. In der Regel sei es sogar umgekehrt: „Da die Werke im Ausland oft jünger und neuer sind, wird dort höhere Qualität produziert.“

Der Hochrechnung des Instituts nach liegt der deutsche Produktionsanteil bei den Herstellern von teuren und damit margenträchtigeren Premiummodellen deutlich höher als bei VW: Mercedes-Benz erreichte 68 Prozent, BMW 70 Prozent und die VW-Tochter Audi 81 Prozent.

Im Schnitt kamen aber wegen des hohen VW-Volumens – die Kernmarke lieferte 5,74 Millionen Einheiten aus – 2012 nur noch 46 Prozent der Autos der großen heimischen Marken aus Deutschland. Das führt zu einer Verlagerung des Beschäftigungsschwerpunkts: Von den 550.000 Beschäftigten des VW-Konzerns arbeiten gut 300.000 im Ausland, das entspricht 55 Prozent.

Kommentare zu " Studie: Nur noch jeder vierte Volkswagen kommt aus Deutschland"

Alle Kommentare
  • Ich kauf ihnen die verbriefte abmachung mit ihrem handwerker nun ab und verkauf sie weiter an leute, die nächste woche einen handwerker wollen und streich die Marge ein.
    Ich sammel diese Verträge und biete für alle die in diese Praxis investieren wollen Anteile bzw. Verzinste Anleihen an.
    Nun gehe ich mit meinem Unternehmen an die Börse und Gebe Aktien aus. Die werden dann wieder in einen Fonds gebündelt mit vielen anderen Derivat-Unternehmen. Keiner weiss wie ich meine Gewinne, aber das interessiert ja nicht, solange Kapital reinströmt.

  • " .... mit Lebensmitteln, und vor allem Grundnahrungsmitteln, Termingeschäfte abzuwickeln..."

    Ich mache heute auch ein (übeles) Termingeschäft: Ich beauftrage den Handwerker, kommende Woche ein Badezimmer zu erneuern. Heute schon steht der Preis. Die Leistung kommt aber erst nächte Woche. Oweijoweih, hoffentlich geht der Handwerker (oder ich) nicht fran zugrunde.

    Mit anderen Worten: Nicht Termingeschäfte sind ein Probloem, sondern was man da konkret macht. In Sachen Lebensmittel ist inzwischen viel Sachlichkeit eingekehrt: Termingeschäfte sind es NICHT, so diverse Studien, die das Prisnivea treiben ...

  • Ich kaufe meine Dinge weil sie mir gefallen, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben, und eine Qualität die den jeweiligen Preis rechtfertigt, und je nach Produkt, die Gewährleistung und der Support in Ordnung ist, egal in welchem Land es nun hergestellt wird. Möchte ich ein sauber "produziertes" Stück Fleisch, kaufe ich das beim Metzger von dem ich weiß, das ich er kein Pferd aus Bulgarien als Rindfleisch verkauft, wenn ich kein Pferd kaufen will, sondern eben Rind. Ich kaufe keine Klamotten bei einem Versandhändler, weil mir das Zeug sowieso nicht paßt, und ich es wieder einpacken und zurück senden muß. Ebenso kaufe ich keine 5 € Jeans, von dem mir klar ist, das da Blut und Krebsstoffe, und evtl. noch Kinderarbeit dran klebt.
    Wenn man Produkte kauft und verkauft, die unter menschlichen und moralischen Standards hergestellt werden ist es mir egal in welchem Land das ist. Und wenn ein Konzern oder eine Firma ihre Autos in China produziert und diese dort verkauft, und dort Arbeitsplätze schafft, habe ich damit absolut kein Problem. In Deutschland gibt es schon genug Autos, der Absatz wird weiter stagnieren oder zurück gehen. Das Universum ist vielleicht unendlich, aber man kann immer nur ein Auto fahren und eine Hose anziehen.
    Wenn diese Qualität mit einem Preis-Leistungsverhältnis, welches ich haben will, in Deutschland hergestellt wird, ok, wenn nicht, kaufe ich das natürlich auch aus anderen Ländern. Einen Boskop oder Erdbeeren aus China zu kaufen, halte ich dagegen einfach für den Ausfluß einer idiotischen Philosophie mit Lebensmitteln, und vor allem Grundnahrungsmitteln, Termingeschäfte abzuwickeln. Daran verdienen trotzdem zuviele Leute, denen die Gesundheit wo vorbei geht, Hauptsache der Profit stimmt.
    Deutschtümelei ist dabei tatsächlich fehl am Platz, dann lieber Qualitätstümelei und einen besseren Blick auf Arbeitsbedingungen und Menschenrechte. Deshalb kaufe ich z. B. keine Apple-Produkte. Merkwürdigerweise kaufen Deutschtümler iPods *staun*.

  • hat denn niemand gemerkt, dass hinter den kommentaren gegen mentares 4 mal ein und derselbe sohn eines chinarestaurantbetreibers steckte. deswegen meide ich normalerweise onlineforen. man kann sich hier dumm und dämlich diskutieren. 80% der deutschen sind auf der seite von mentaris, ohne jedoch gleich npd wähler zu sein.

  • hat denn niemand gemerkt, dass hinter den kommentaren gegen mentares 4 mal ein und derselbe sohn eines chinarestaurantbetreibers steckte. deswegen meide ich normalerweise onlineforen. man kann sich hier dumm und dämlich diskutieren. 80% der deutschen sind auf der seite von mentaris, ohne jedoch gleich npd wähler zu sein.

  • Komisch Kommentierungen!

    Der erste Beitrag hatte lediglich die persönlichen Päferenzen eines einzelnen Users dargestellt. Wie man hier darauf reagierte, das hat nichts mit Liberalität, Toleranz oder auch nur einem Funken Wertschätzung für Mitmenschen zu tun!

    Es ist das gute Recht jeden Bürgers, das zu kaufen, was ihm behagt. Das gilt für Bio-Ware aus dem Hofladen "nebenan", das gilt für den Stom von den (eigenen) Stadtwerken, für PKWs, für eine Heizungsanlage, für das Steak vom ortsansässigen Metzger oder für jedes andere Produkt von Nivea-Creme bis Tesa-Film. Und es gilt für den Tatort statt der unzähligen amerikanischen CSI-Serien.

    Wer das kritisiert ist kleingeistig, intolerant und - ja ich muss es sagen - auch ziemlich dumm. Denn wer derart beleidigend werden muss, hat offenbar keine klugen Argumente.

  • @risingasia
    Armseliger geht's wirklich nicht! Sie können einem schon leid tun, mit diesem dummen, unwissenden Geist!

  • @TSK
    In der Welt gibt es ein Sprichwort das recht aktuell ist:
    Ist es nicht der deutsche Weg, ist es der falsche weg.

    Wenn Sie in Saudi Arabien, Russland oder China sind hören Sie das oft (bin Materialanalyst).

    Es wäre ja dumm von VW in China gefahrene Fahrzeuge in Portugal zu produzieren. Außerdem schonts die Umwelt.

  • Vielen Dank an das Handelsblatt für diesen aufklärenden Bericht über VW.
    Ich werde nie mehr VW kaufen und natürlich nichts auslassen, jedem von dem Kauf eines VWs abraten. Und da gibt es viele Möglichkeiten!
    [...]! Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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