Studie
Russische Firmen in Deutschland begehrt

Deutsche Konzerne vergrößern sich gerne mit russischen Unternehmen. Dies ergibt eine Analyse des Handelsblatts und der Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer. Nur in Frankreich sind Deutsche ähnlich aktiv.
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DüsseldorfDeutsche Unternehmen werden bei Übernahmen besonders häufig in Russland fündig: 111 Mal kauften börsennotierte Unternehmen aus Dax und MDax in den vergangenen zehn Jahren russische Firmen – und das für umgerechnet rund zehn Milliarden Euro. Das belegt eine Analyse des Handelsblatts (Mittwochausgabe) in Zusammenarbeit mit der internationalen Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer.

Die Zahl der deutsch-russischen Transaktionen ist damit genauso hoch wie zwischen Deutschland und seinem größten Handelspartner Frankreich – und deutlich höher als die Deals mit anderen wichtigen Nachbar- und EU-Ländern wie Italien, Schweiz, Spanien, Polen und den Niederlanden. Selbst gegenüber China, dem aus deutscher Sicht wahrscheinlich wichtigsten Schwellenland, liegt Russland in der Gunst deutscher Unternehmen vorn: Bei grenzüberschreitenden Übernahmen von Unternehmen aus dem Dax und MDax rangiert Russland weltweit auf dem vierten, China auf dem neunten Platz.

„Russland ist für deutsche Unternehmen einer der wichtigsten Märkte“, sagt Freshfields-Partner Michael Schwartz. Die Unternehmen profitierten von ihrem hervorragenden Ruf, „pünktlich, zuverlässig, diszipliniert und gründlich“ zu sein. Das seien zwar weiche Kriterien, „doch bei Investitionsentscheidungen spielen diese Tugenden eine entscheidende Rolle“, argumentiert Schwartz.

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