Studie soll bereits vorgelegen haben
Merck wusste offenbar früh über Risiken von Vioxx Bescheid

Merck hat laut einem Zeitungsbericht schon früh von den möglichen Risiken seines Arthritis-Medikaments "Vioxx" gewusst. Dem Unternehmen hätte bereits knapp ein Jahr vor der Rücknahme des Mittels vom Markt (Ende September) eine Studie vorgelegen, die Hinweise auf erhöhte Herz- und Schlaganfallrisiken gegeben habe, schreibt die "New York Times".

HB NEW YORK. Merck & Co habe die Ergebnisse nicht veröffentlicht und auch in keinem ihrer Statements zur Sicherheit von "Vioxx" seit Ende September darauf Bezug genommen. Unternehmenssprecherin Joan Wainwright habe die Existenz der Studie bestätigt, schreibt das Blatt. Die vorläufigen Ergebnisse der vom Unternehmen selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung hätten Merck & Co im November 2003 vorgelegen.

Einen endgültigen Bericht habe der Konzern 10 Tage vor der Ankündigung des Verkaufsstopps für "Vioxx" erhalten, heißt es in dem Bericht. Merck & Co habe die Ergebnisse der Studie als "nicht beweiskräftig" erachtet, zitiert die NYT die Sprecherin. Sie basierten auf Aufzeichnungen über Patienten und nicht auf aktuellen klinischen Tests. Sie hätten somit keinen Einfluss auf die Entscheidung zur Rücknahme von "Vioxx" gehabt.

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