Studie
Spritverbrauch 25 Prozent höher als angegeben

Die Lücke zwischen dem tatsächlichen Spritverbrauch und den Herstellerangaben wird laut einer Organisation für umweltfreundlichen Transport seit Jahren größer. Auch die EU-Kommission fordert verlässlichere Angaben.
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BerlinDer tatsächliche Spritverbrauch von neuen Autos ist einer Studie zufolge um ein Viertel höher als von den Herstellern angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT). Dabei wurden die offiziellen Angaben laut ICCT mit Daten aus anderen, unabhängigen Quellen aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen.

"Sämtliche uns vorliegende Datenquellen bestätigen, dass die Lücke zwischen dem von Herstellern veröffentlichten Kraftstoffverbrauch und dem tatsächlich vom Kunden festgestellten Verbrauch seit Jahren zunimmt", erklärte Peter Mock, Geschäftsführer von ICCT in Europa. Die Ergebnisse seien "beunruhigend". Sie führten zu wachsendem Misstrauen der Kunden und verringerten die Bereitschaft zum Kauf spritsparender Technologien. Auch für die Hersteller selbst sei es problematisch, wenn die Abweichung bei einigen höher sei als bei anderen.

Nach Angaben seiner Organisation beruht die Analyse auf dem "tatsächlichen Fahrprofil" von knapp 500.000 neu zugelassenen Pkw in Europa. Die Daten stammten demnach von Fahrzeugclubs wie dem ADAC, Leasingfirmen, Verbraucher-Organisationen sowie von Internetseiten wie spritmonitor.de.

Eine Vielzahl von Organisationen hatte bereits zuvor Kritik an der ihrer Darstellung nach oft zu optimistischen Verbrauchsdarstellung der Hersteller geübt. Darunter waren die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Automobilclub ACE. Während sich die DUH ebenfalls auf Daten des ADAC stützte, führte der ACE eigene Tests durch.

Sowohl DUH als auch ACE hatten mitgeteilt, dass der reale Verbrauch bei mehr als der Hälfte der getesteten Modelle mehr als zehn Prozent über den Normangaben liege. Das Thema verlässliche Verbrauchsangaben beschäftigt derzeit auch die EU-Kommission. Kreisen zufolge will diese einen neuen Testmodus einführen, um die Differenzen zu verringern. Dieser könnte 2016 oder 2017 kommen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Natürlich versuchen Autohersteller bei der Verbrauchs-Homologierung das Beste raus zu holen, das ist doch verständlich. Doch wer vorausschauend und nicht hektisch fährt, den Wagen gleiten lässt und somit nicht unnötig die Bremse betätigt sowie beim Halten konsequent den Motor abstellt der egalisiert oder unterbietet den Normverbrauch! So einfach ist das. Wer das weder kann noch will und wer Freude am ineffizienten Fahren hat der verbraucht halt ein bis drei Liter mehr, so what!

  • Kreative Verbrauchsangaben
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    Die Firmen testen natürlich ihre Fahrzeuge unter "Laborbedingungen". D.h. mit Leichtlauföhl, Spezialreifen, reduziertem Gewicht und OHNE VERBRAUCHER (Heizung, Klima, Licht, etc. pp.). Natürlich bei Konstanter Geschwindigkeit von 80km/h auf ebener Strecke.
    Da kann schon mal ein geringerer Verbrauch herauskommen als im realen Leben.
    Die Hersteller, die solche "Mondzahlen" puplizieren, sollen für den Mehrverbrauch haften.

    Wer bei einem Straßenpanzer wie den Audi Q7 oder einem BMW X6 M einen Ø-Verbrauch von 7,5l/100km angibt, ist ein Roßtäuscher!

  • Es wäre dringend erforderlich, dass hier die EU eine Regelung schafft, statt ständig irgendeinen Schwachsinn zu regulieren. Eine einheitliche Stelle wie Stiftung Wartentest, die nach immer gleichen Kriterien den Verbrauch der KFZ analysiert.

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