Studie zum Automarkt
Deutschland gibt Pole Position an Russland ab

Russland wird Deutschland als größten Automobilmarkt Europas einer Studie zufolge noch in diesem Jahr überholen. Doch begehrt sind dort nicht die eigenen Marken.

HB MOSKAU. Gemessen an der Zahl der verkauften Fahrzeuge werde Russland damit drei Jahre früher als bisher prognostiziert Europas Nummer Eins sein, hieß es in einer am Mittwoch von der Unternehmensberatung Pricewaterhouse-Coopers veröffentlichten Studie. "Russland hat sehr viel aufzuholen gehabt und bewegt sich sehr schnell. Und es nimmt noch an Geschwindigkeit zu," sagte Autor Stanley Root.

Im ersten Halbjahr stieg der Autoabsatz in Russland um 41 Prozent auf 1,645 Mill. Fahrzeuge. In Deutschland wurden im gleichen Zeitraum mit 1,63 Mill. bereits etwas weniger Pkw verkauft. "Wenn der derzeitige Markttrend im zweiten Halbjahr anhält, könnten die Automobil-Verkäufe in Russland höher ausfallen als in Deutschland und 3,6 bis 3,8 Mill. erreichen", hieß es in der Studie. Russland hat 140 Mill. Einwohner, Deutschland 82 Millionen.

Beim Wert der verkauften Autos hinkt der russische Automarkt noch hinterher. Doch durch das anhaltende Wirtschaftswachstum in Russland können sich die Kunden zunehmend teurere importierte Neuwagen leisten. Deren Anteil am Automarkt steigt und damit auch der Durchschnittspreis der verkauften Fahrzeuge. So wuchs der Verkauf importierter Neuwagen im ersten Halbjahr 2008 um 54 Prozent auf 785 000 Pkw. Der Absatz russischer Automarken wie Lada kletterte dagegen nur um 27 Prozent auf 380 000 Fahrzeuge.

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