Studien-Teilnehmer mit hohem Infektionsrisiko gesucht
Merck startet Studie mit HIV-Impfstoff

Der amerikanische Pharmakonzern Merck & Co. treibt die Entwicklung eines möglichen Impfstoffs gegen die Immunschwächekrankheit HIV voran. Wie das Unternehmen Ende vergangener Woche mitteilte, überprüft es gemeinsam mit der internationalen Forschungsorganisation HIV Vaccine Trials Network, ob sein Wirkstoff eine Infektion verhindern kann oder aber zumindest in der Lage ist, nach einer Infektion die Konzentration des tödlichen Virus im Blut niedrig zu halten.

HB FRANKFURT/M. Mehr als zwei Jahrzehnte, nach dem Wissenschaftler den HI-Virus als Auslöser der tödlichen Immunschwäche Krankheit Aids identifizierten, können Ärzte die Krankheit noch immer nicht heilen, sondern nur mit Hilfe teurer Medikamente aufhalten und lindern. Wie jede Entwicklung von Vakzine gegen lebensbedrohliche Krankheiten ist auch die Forschung an einer HIV-Impfung heikel. Denn solange nicht bewiesen ist, dass der Wirkstoff die Infektion verhindert, müssen die Probanden mit dem Risiko leben, sich mit einer unheilbaren und tödlichen Krankheit anzustecken.

Die Merck-Forscher versuchen, diese ethische Problematik dadurch zu umgehen, dass sie nicht etwa Freiwillige mit dem Virus infizieren, sondern für die Studie Teilnehmer mit einem hohen Infektionsrisiko rekrutieren. Darüber hinaus werden die 1 500 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 45 Jahren den Angaben zufolge darüber aufgeklärt, wie sie das Infektionsrisiko verringern können.

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