Studienerfolge
Boehringer kommt mit Diabetes-Arznei voran

In mehreren klinischen Studien hat sich die neue Arznei von Boehringer Ingelheim und dem US-Partner Eli Lilly schon bewiesen. Noch in diesem Jahr sollen die Zulassungsanträge für Empagliflozin gestellt werden.
  • 0

FrankfurtDer Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und sein amerikanischer Partner Eli Lilly haben Fortschritte mit einer neuen Arznei gegen die Zuckerkrankheit erzielt. Die Substanz Empagliflozin habe in vier klinischen Studien bei der Behandlung von Typ-II-Diabetes gewirkt, teilten die zwei Unternehmen am Montag mit. Beide Konzerne wollen nun im Laufe dieses Jahres für das Mittel die Zulassung in den USA, in Europa und in Japan beantragen.

Aktuell leiden nach Schätzungen der International Diabetes Federation (IDF) weltweit etwa 371 Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit. Prognosen zufolge wird die Zahl in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Mehr als 90 Prozent leiden an Typ-II-Diabetes, die durch Fettsucht, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung ausgelöst wird.

Die Substanz Empagliflozin zählt zu den SGLT-2-Hemmern. Als erstes Medikament dieser neuen Klasse wurde unlängst in Europa die Arznei Forxiga des US-Konzerns Bristol-Myers Squibb und der britisch-schwedischen AstraZeneca zugelassen.

Boehringer und Lilly waren 2011 eine groß angelegte Allianz im Feld der Diabetes-Medizin eingegangen. Zusammen wollen sie mehrere neue Arzneien zur Behandlung der Zuckerkrankheit entwickeln und auf den Markt bringen. 2011 war bereits das Mittel Trajenta in Europa, in den USA und in Japan genehmigt worden.

Bei der Kooperation gibt es allerdings künftig Änderungen. So soll die Zusammenarbeit bei einer Substanz von Lilly beendet werden, der US-Konzern soll alle Entwicklungs- und Verkaufsrechte an dem Mittel behalten. Als Grund nannte Boehringer strategische Überlegungen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Studienerfolge: Boehringer kommt mit Diabetes-Arznei voran"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%