Studienergebnisse
Windbranche nutzt Chancen im Ausland

Die internationale Windenergiebranche rechnet in den nächsten acht Jahren mit einem durchschnittlichen Wachstum von acht Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Deutschen Windenergie Institut (Dewi) erstellte Wind-Energy-Studie 2006.

HAMBURG. Die internationale Windenergiebranche rechnet in den nächsten acht Jahren mit einem durchschnittlichen Wachstum von acht Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die vom Deutschen Windenergie Institut (Dewi) erstellte Wind-Energy-Studie 2006. Bis zum Jahr 2014 sollen weltweit Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 210 000 Megawatt (MW) installiert sein, derzeit sind es 59 000 MW.

Nach der Dewi-Prognose wird sich die jährlich neu installierte Windkraftleistung bis 2014 gegenüber heute auf 22 000 MW fast verdoppeln. Basis dafür bilden die Markteinschätzungen von 47 international tätigen Unternehmen aus der Branche. Sie repräsentieren, so Dewi-Geschäftsführer Jens-Peter Molly, 85 Prozent des Weltmarktes.

Mehrere Trends prägen die nächsten Jahre: Die Bedeutung außereuropäischer Länder als neue Anwender von Windstrom nimmt kontinuierlich zu, der Bau von Windparks auf See (Offshore) dürfte sich dagegen verzögern. Die Dominanz des europäischen Marktes schrumpft. Im Jahr 2010 werden 41 Prozent der installierten Windturbinenleistung außerhalb Europas sehen, während es in 2005 erst 31 Prozent waren.

Diese Erwartung gründet sich auch auf den Einstieg der USA in den Windmarkt. Auf Grund der bis zum Jahr 2007 verlängerten steuerlichen Vorteile für Windstrom, vervielfachte sich dort die installierte Leistung auf 2 431 MW. 2006 und 2007 sollen nochmals je bis zu 3 300 MW hinzukommen.

Den Offshore-Markt halten nur noch ein gutes Drittel der Befragten für akut relevant, während es vor zwei Jahren noch mehr 40 Prozent waren. Der Grund: Immer mehr Unternehmen konzentrieren auf das wachsende internationale Geschäft. Hinzu kommt: Die für Offshore erforderlichen großen Windturbinen mit einer Leistung von bis zu fünf MW sind erst ab 2008 einsatzreif.

In Nord- und Ostsee könnten sich in den kommenden acht Jahren Großturbinen mit einer Gesamtleistung von 5 600 MW drehen. Das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung, bis 2010 auf See 2000 bis 3000 MW an Windparkleistung zu errichten, kann nicht mehr realisiert werden. Ursächlich hierfür ist der um mindestens zwei Jahre auf 2008 verschobene Beginn der Offshore Installationen. Der Ausbau an Land liegt dagegen nach der neuen Umfrage mittelfristig um acht bis neun Prozent höher als vor zwei Jahren erwartet.

Zwar sind die meisten inländischen Standorte in Deutschland bereits besetzt, aber der Ersatz alter Windräder durch leistungsfähigere neue kommt allmählich in Schwung.

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