Stütze
Entscheidung: Landesbank hilft Merckle

Die Landesbank Baden-Würrtemberg eilt jetzt doch dem durch Fehlspekulationen an der Börse gebeutelten Unternehmer Adolf Merckle zu Hilfe. Ministerpräsident Günther Oettinger freut sich.

HB STUTTGART. Es ist getan: Der von hohen Börsenverlusten betroffene Unternehmer Adolf Merckle erhält Hilfe von der Landesbank Baden- Württemberg (LBBW). Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte am Donnerstag in Stuttgart, er sei froh, dass Merckles Firmen Ratiopharm und HeidelbergCement "eigenständig in die Zukunft" gehen können. "Die Landesbank war handlungsfähig", sagte Oettinger. Details nannte er nicht.

Damit ist Merckle wohl noch einmal davongekommen, denn ursprünglich hatte sich Widerstand bei der Landesregierung geregt. Eine Bürgschaft galt politisch nicht als vermittelbar. Bedenken kamen auch aus den eigenen Reihen, aber vor allem vom Fraktionsvorsitzenden des Koalitionspartners FDP, Ulrich Noll.

Zum Merckle-Imperium gehören die nach einer Übernahme mit 12,3 Mrd. Euro verschuldete Heidelberg Cement, der Pharmahersteller Ratiopharm und der Pharma-Großhändler Phoenix. Merckle hatte sich stets dagegen gesträubt, Garantien für die bis zu 1,1 Mrd. Euro abzugeben, die er für den Ausgleich der Verluste bei VEM und die Umschuldung von Krediten seiner Gesellschaft Spohn Cement GmbH benötigt. Spohn hält rund 54 Prozent an Heidelberg Cement.

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